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Kirchen, Pfarr- und Gemeindehäuser im Kirchenkreis Hittfeld auf dem Prüfstand

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Der Kirchenkreistag des Kirchenkreises Hittfeld befasste sich in seiner Sitzung im Jesteburger Gemeindehaus mit dem Gebäudemanagement seiner Gemeinden. | Foto: ein
Der Kirchenkreistag des Kirchenkreises Hittfeld befasste sich in seiner Sitzung im Jesteburger Gemeindehaus mit dem Gebäudemanagement seiner Gemeinden. | Foto: ein

Jesteburg/Hittfeld. Wie steht es um die Gemeindehäuser, Pfarrhäuser und Kirchen im Kirchenkreis Hittfeld? Mit dieser Frage hat sich der Kirchenkreistag (KKT) des Kirchenkreises Hittfeld auf seiner jüngsten Sitzung in Jesteburg befasst. Denn: In vielen Regionen der Evangelischen Landeskirche Hannovers passt der vorhandene kirchliche Gebäudebestand nicht mehr mit dem Rückgang der Mitgliederzahlen zusammen. Oft sind die Gebäude zu groß, zu teuer im Unterhalt, zu alt oder entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an Sicherheit und Attraktivität. „Wir werden uns verabschieden müssen von der bisherigen Praxis, kirchliche Gebäude ausschließlich vor Ort zu denken, zu beplanen und zu finanzieren. Der Verantwortung in der Nachbarschaft für gemeinsames Handeln kommt besondere Bedeutung zu“, sagte Superintendent Dirk Jäger.

Glücklicherweise würde sich der Stand im Kirchenkreis Hittfeld derzeit noch von manch Besorgnis erregender Lage in anderen Kirchenkreisen unterscheiden: „Bei uns gibt es bereits umgesetzte Bauvorhaben und Planungen, die sehr vernünftige und zukunftsfähige Gebäude vorhalten,“ so Jäger. Gebäudemanagement im Kirchenkreis Hittfeld stehe vor anderen Herausforderungen als im Harz oder im Wendland: „Kirchen haben wir gar nicht so viele, und ausreichend Pfarrhäuser werden wir angesichts der Marktlage für Immobilien im Landkreis Harburg nach wie vor brauchen“, so Jäger. Dennoch: „An der generellen Herausforderung ändert das nichts. Wir tun gut daran, uns rechtzeitig und in handlungsfähigen Zeiten für die nächsten Jahrzehnte vorzubereiten.

Gudrun Neuhof, Architektin und Gebäudemanagerin für den Kirchenkreis Hittfeld im Kirchenkreisamt Winsen, stellte den KKT-Mitgliedern eine erste Bestandsaufnahme der vorhandenen Gebäude und Räume sowie deren Energieverbrauch dar. Nach ihrem aktuellen Gebäudebedarfsplan könnten alle Kirchen im Kirchenkreis weiter genutzt werden, eine Abgabe von Gemeindehäusern stehe noch nicht im Fokus. Pastor Andreas Kern, KKT-Vorsitzender, rief die KKT-Mitglieder auf, sich in einer der nächsten Kirchenvorstandssitzungen ihrer Gemeinde mit der Frage zu befassen, welche Gebäude zum Kernbestand zählen und welche Häuser zukunftsfähig unter Berücksichtigung der Nachbarschaft und des Stellenplanes sind.

Pastor Dr. Florian Schneider aus Neu Wulmstorf sagte, es sei wichtig, dass nicht jede Gemeinde nur auf ihren eigenen Gebäudebestand schaue, sondern dass man eine Gesamtidee entwickle, wie Gebäude in der Nachbarschaft stehen sollten. KKT-Mitglied Markus Zacharias rief die Mitglieder auf, gemeinsam Kriterien für das Gebäudemanagement aufzustellen und miteinander zu diskutieren. Der KKT will sich im nächsten Jahr weiter mit den Rückmeldungen aus den Gemeinden und Nachbarschaften befassen.

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