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Neues Fohlen Mathilda galoppiert über die Weiden am Kiekeberg in Ehestorf

| Life
Mutter Blümchen und ihr Fohlen Mathilda. | Foto: ein
Mutter Blümchen und ihr Fohlen Mathilda. | Foto: ein
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Ehestorf. Das Freilichtmuseum freut sich über eine liebenswerte neue Bewohnerin am Kiekeberg in Ehestorf: Mathilda. Das Fohlen der seltenen, historischen Pferderasse Schleswiger Kaltblut tollt nach ersten Wochen der Schonzeit über die Weiden. Immer dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 18 Uhr ist das Museumsgelände geöffnet.

Mathilda wurde zur schönen Osterzeit geboren. Mutter Blümchen und ihr Fohlen haben sich in Ruhe kennenlernen dürfen. Mathilda legt gut an Gewicht zu und springt verspielt auf den Weiden herum oder erholt sich in ihrer Box im historischen Hof Meyn. Nach und nach lernt das Fohlen den Umgang mit den Menschen kennen, die sich um sie kümmern. Mathilda gewöhnt sich mit der Zeit daran, ein Halfter zu tragen, geführt zu werden oder die Hufe zu geben.

Die Schleswiger Kaltblüter haben einen gutmütigen Charakter, sind geduldig und besonders lernwillig. Sie zeichnen sich durch einen starken Körperbau mit kräftigen Beinen aus und sind sehr ausdauernd. Noch bis in die 1960er- Jahre diente die Pferderasse viel in der Landwirtschaft. Durch den vermehrten Einsatz von Maschinen in der zweiten Hälfe des 20. Jahrhunderts gingen der Bedarf an Arbeitspferden und somit auch der Bestand der Schleswiger Kaltblüter weiter zurück. Im Jahr 1976 gab es nur noch 35 eingetragene Stuten und fünf Hengste.

Fohlen Matilda mit Elke Junghans. | Foto: ein
Fohlen Mathilda mit Elke Junghans. | Foto: ein

Elke Junghans, die Pferdewirtschaftsmeisterin des Freilichtmuseums in Ehestorf, ist glücklich über den Nachwuchs: "Ein Fohlen bei den Schleswiger Kaltblütern ist eine Besonderheit für uns. Denn die Pferderasse ist vom Aussterben bedroht. Durch die natürliche Zucht tragen wir seit 1990 aktiv zu ihrem Arterhalt bei." Wenn die Tiere soweit sind, bildet die Pferde-Expertin sie regelmäßig aus, so dass sie auf ihre spätere Arbeit vorbereitet werden. Die Schleswiger Kaltblüter führen bei den vielfältigen Aktionstagen vor, wie früher ein Feld geeggt oder eine Kutsche gezogen wurde. "Um unsere Pferde zu schützen, dürfen sie auch nicht mit fremdem Futter gefüttert werden", betont Elke Junghans. "Wir wissen, was sie brauchen, um gesund ernährt zu werden. Das ist insbesondere für ein empfindliches Fohlen lebenswichtig."

1991 wurde der Verein Schleswiger Pferdezüchter e.V. gegründet, um das Aussterben des Kaltbluts zu verhindern. Heute gibt es wieder zirka 200 eingetragene Stuten und zirka 30 eingetragene Hengste. Doch noch immer steht die Pferderasse auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V.
Für Erwachsene beträgt der Eintritt 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

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