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Ehemaliges Pflegeheim in Neu Wulmstorf wird für ukrainische Flüchtlinge ausgebaut

| Niels Kreller | Politik
Neu Wulmstorf: Ehemaliges Pflegeheim wird für ukrainische Flüchtlinge weiter ausgebaut. | Foto: Gemeinde Neu Wulmstorf
Neu Wulmstorf: Ehemaliges Pflegeheim wird für ukrainische Flüchtlinge weiter ausgebaut. | Foto: Gemeinde Neu Wulmstorf
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Neu Wulmstorf. Aktuell werden rund 50 geflüchtete Personen pro Woche aus der Ukraine dem Landkreis Harburg zugewiesen. Die bisherigen Unterbringungskapazitäten enden und eine Erweiterung der bestehenden Einrichtungen wird mit den Partnern von Johanniter und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) umgesetzt. Auch eine Neuerrichtung von Unterbringungen im Landkreis wird aktuell geprüft.

Im ehemaligen Senioren- und Pflegeheim am Markt in Neu Wulmstorf wird eine Erweiterung der Kapazitäten erfolgen. Bisher sind zwei Stockwerke für die Unterbringung belegt und mit aktuell 195 belegten Betten ausgelastet. Im ersten Stockwerk befindet sich seit Jahresanfang der Impfstützpunkt Neu Wulmstorf. Dieser Impfstützpunkt wird in die untere Ladenzeile des Gebäudes verlegt und damit barrierefrei mit weiterhin vier Impfpraxen angeboten.

Auch die neuen Wohneinheiten werden von den Johannitern mit Betten und Spinten ausgestattet. Die Firma Zajadacz Stiftung stellt auch für diese Erweiterung die notwendigen Elektrogroß- und Küchengeräte kostenlos zur Verfügung. „Wir freuen uns und sind dankbar über so viel Hilfsbereitschaft vor Ort“, erklärt Bürgermeister Tobias Handtke, auch mit Blick auf die aktiven Hilfsorganisationen DRK und JUH. „Ohne Euch wäre das alles nicht möglich!“ Gleichzeitig will er nicht unerwähnt lassen, dass auch die Kolleginnen und Kollegen im Rathaus mit viel Engagement und Einsatz sich tagtäglich dieser Krise stellen. „Das geht oft weit über das zu Erwartende hinaus und dankt der Mannschaft bei diesem Anlass.“

Kai Uffelmann, Erster Kreisrat, schließt sich dem an und bedankt sich bei der Gemeinde Neu Wulmstorf und allen Akteuren für das beherzte Handeln und die gute Lösung mit dem verlagerten Impfstützpunkt die Kapazitäten insgesamt noch optimaler zu nutzen. „Gleichermaßen sind die Bemühungen in vielen anderen Städten und Gemeinden ebenso notwendig und auch sichtbar.“ Dabei bleibt der Appell zur Bereitstellung privaten Wohnraums bestehen und ist wichtiger denn je. Integration kann dort am besten gelingen und viele Übergangswohnsituationen laufen aus.

Die Erweiterung der Kapazität am Marktplatz-Center ist für die Gemeinde Neu Wulmstorf sehr wichtig, um eine Schließung und Umnutzung von anderen Einrichtungen (beispielsweise Sportstätten, Veranstaltungshallen oder ähnliches) zu vermeiden. „Jede genutzte vorhandene Infrastruktur oder Leerstand verhindert oder reduziert diesen Eingriff, hier und im gesamten Landkreis“, erklärt Tobias Handtke.

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