Margarethe, die kleine Schwester der Margareta - Sparkasse Harburg-Buxtehude unterstützt Anschaffung eines Bäder-Boots mit 5.000 Euro
Buxtehude. Der Ewer „Margareta“ ist eines von Buxtehudes Wahrzeichen. Seit gut 30 Jahren liegt der 1896 erbaute Traditionssegler schon im Buxtehuder Westfleth vor der alten Mühle vor Anker. Seit einigen Wochen hat die Margareta nun eine „kleine Schwester“: die Margarethe. Dank der finanziellen Unterstützung der Sparkasse Harburg-Buxtehude hat der Förderverein Buxtehude Hafen und Este e. V.das wegen ihres leise tuckernden Motors liebevoll als „Tuckerboot“ bezeichnete Blankeneser Bäder-Boot angeschafft. Die Sparkasse hat den Förderverein mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro unterstützt.
„Das Boot passt sehr gut zu Buxtehude und zur Este. Es wurde 1921 in Cranz bei einer namhaften damaligen Bootswerft gebaut, die später von Sietas übernommen wurde. Ein wunderschönes Stück Hamburger Hafengeschichte, zugleich aber auch ein altes Schmuckstück der Altländer Bootsbauerkunst“, schwärmt Klaus Dickehut, 1. Vorsitzender des Fördervereins Hafen und Este e. V.
Für Matthias Weiß, Regionaldirektor West der Sparkasse Harburg-Buxtehude, ist das Bäder-Boot und die damit verbundene Nutzung ein wertvoller Beitrag zum Heimat- und Naturschutz: „Der Förderverein bringt seinen Gästen mit den Ausfahrten unsere wunderbare Region vom Wasser aus näher. Wir als Sparkasse sind seit mehr als 175 Jahren in der Region verwurzelt und unterstützen dieses Vorhaben sehr gern. Die Förderung von Heimat- und Naturschutz sowie der Erhalt des Kulturguts liegt in der DNA der Sparkassen-Förderung. Auch der Ansatz des Vereins, die Fahrten für Kinder- und Jugendgruppen, Schulklassen usw. kostenfrei anzubieten, ist natürlich ganz in unserem Sinne.“
Die Stiftung für Stifter der Sparkasse Harburg-Buxtehude hatte den Förderverein erst im vergangenen Jahr bei der Überholung der Takelage am Ewer „Margareta“ mit 1.000 Euro unterstützt. In den 1920er-Jahren fuhr die „Margarethe“ Badegäste aus Blankenese zu den Elbinseln.D as Boot wurde vom Bootsbauer Stefan Cramer im Yachthafenzentrum Hamburg wiederentdeckt und fachgerecht restauriert. „Es ist in einem hervorragenden Zustand, unter anderem mit neuem Motor, neuem Steven und diversen Spanten, teilweise neuen Planken, neuem Deck und Süll, neuer Wellen- und Ruderanlage“, weiß Klaus Dickehut.
Der Förderverein möchte das historische Bäder-Boot als „Bootschafter“ für Buxtehude und die Este einsetzen, wo sie einst gebaut wurde. „Das Boot ist bestens geeignet für Aktivitäten aller Art. Es soll auf Este, Elbe, Lühe und Schwinge unterwegs sein und nicht kommerziell genutzt werden. Vielmehr soll es Schulen, Vereinen und Institutionen möglichst kostenlos zur Verfügung stehen. Wir wollen den Gästen den einzigartigen Naturraum in der Süderelbe-Region erlebbar machen“, so Dickehut weiter. Ein konkretes Konzept ist bereits in Arbeit, im Fokus stehen der Natur-und der Umweltschutz.
Der Förderverein entdeckte die „Margarethe“ in Allermöhe, wohin sie der Bootsbauer Stefan Cramer nach der Restauration verkauft hatte. Mit der Eigentümerin einigte sich der Förderverein auf einen Kaufpreis von 26.000 Euro, der über eine zu entrichtende Anzahlung bei Übernahme des Bootes und anschließender „Ratenzahlung jeweils nach Kassenlage“ des Vereins zu tätigen ist. „Dank der großzügigen Unterstützung der Sparkasse Harburg Buxtehude hatten wir rund 50 Prozent desKaufpreises zusammen“, erläutert Dickehut.