Linienführung des Buxtehuder Stadtbusnetzes optimiert – Morgens bessere Anbindung an S-Bahn und Metronom
Buxtehude. Der Verkehr der Buxtehuder Stadtbuslinien wird ab Sonntag, 25. Juni, erweitert und optimiert. Die wesentliche Änderung: Die Linien 2101 und 2102 werden künftig nicht mehr als Ringlinien fahren, sondern jede auf einer eigenen Strecke. Die Linie 2101 verkehrt künftig ab ZOB über die Haltestellen Viverstraße, Konrad-Adenauer-Allee Schulzentrum Nord zum Bahnhof (Süd). Damit werden die Hochschule 21 und das Wohngebiet Brunkhorst‘schen Wiesen zukünftig erschlossen. Ab Bahnhof (Süd) fährt die Linie über Schlangenweg und Kellerkuhle zum Torfweg (Schulzentrum Süd). Die Linie 2102 fährt vom ZOB über die Haltestelle Postamt zum Bahnhof (Süd) und über Bertha-von-Suttner-Allee und Krankenhaus zum Heideweg. Durch diese Maßnahme wird das Angebot im Bereich Ottensen deutlich ausgeweitet.
Hinzu kommt eine Veränderung bei der Linie 2104: Diese verkehrt künftig ab Bahnhof (Süd) über Lüneburger Schanze, Technologiezentrum und Immenbeck nach Ovelgönne und zurück. Dadurch verkürzt sich zwischen Alten Postweg und Bahnhof (Süd) die Fahrtzeit deutlich. „Das macht das Angebot für unsere Kunden übersichtlicher und klarer“, sagt der bei der KVG verantwortliche Planer Michael Peter. Pendler kommen nun deutlich schneller zum Bahnhof und zurück.
Die Linien 2101 und 2102 werden Montag bis Freitag weiterhin bis 23 Uhr fahren. Sonnabends wird das Angebot bis etwa 16 Uhr verlängert. Außerdem werden künftig an Sonn- und Feiertagen zwischen 11 und 18 Uhr Fahrten auf den beiden Linien angeboten. Alle vier Stadtbuslinien verkehren an verkaufsoffenen Sonntagen und an Festwochenenden.
Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt hebt hervor, dass die Neuerung ein Gewinn für die Hansestadt sei: „Das ist eine deutliche Verbesserung. Wir möchten mit dem erweiterten und übersichtlicheren Angebot die Buxtehuder dazu bewegen, mehr auf den Öffentlichen Personennahverkehr umzusteigen.“ Der Erste Stadtrat und zuständige Fachbereichsleiter der Hansestadt Buxtehude, Michael Nyveld, sagt: „Das Angebot ist nun – dadurch dass es systematischer und klarer strukturiert ist – viel kundenfreundlicher.“ Michael Peter (KVG) ergänzt: „Die bisherige Linienführung war historisch gewachsen und eher kompliziert, das wird sich jetzt ändern. Wir haben jetzt in der Woche in der Regel einen Stundentakt.“
Bei zuletzt eher stagnierenden Fahrgastzahlen sei die Fahrplanänderung auch eine Möglichkeit, allen Pendlern entgegen zu kommen. „Wir erwarten eine steigende Nachfrage“, sagt der Verkehrsplaner der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen mbH (VNO), Joachim Sachs.
Das neue Liniennetz wurde nach einer breiten öffentlichen Diskussion und entsprechenden politischen Beschlüssen unter enger Beteiligung der Hansestadt Buxtehude, des Landkreises Stade, der KVG und der VNO konzipiert. Die Neuordnung des Stadtbuslinienverkehrs basiert auf dem Busverkehrskonzept in dessen Vorbereitung Bürger aufgerufen waren, Anregungen und Vorschläge zu unterbreiten.
Die Optimierung des Stadtbuslinienverkehrs ist für die Hansestadt Buxtehude kostenneutral – verursacht also keine weiteren Kosten.
Bereits 2016 hatte die Hansestadt Buxtehude beim Landkreis Stade eine Angebotserweiterungen bestellt – die Verlängerung der Betriebszeiten der Linie 2101 und 2102 in der Woche bis 23 Uhr, zusätzliche Fahrten in den Schulferien insbesondere der Linie 2104 und an ausgewählten Sonntagen, etwa zum Altstadt- oder Weinfest sowie an verkaufsoffenen Sonntagen.
Das Angebot für Pendler am frühen Morgen bleibt – übrigens anders als in den an alle Haushalte verteilten Fahrplänen abgedruckt – bestehen und ist sogar verbessert worden. Der erste Bus der Linie 2101 wird weiterhin am Torfweg um 4.50 Uhr losfahren und damit die S-Bahn Richtung Hamburg (Abfahrtzeit 5.14 Uhr) rechtzeitig erreichen. Abweichend vom gedruckten Fahrplan ist auch, dass die eigentlich für 5.30 Uhr angesetzte Fahrt vom Torfweg zum Bahnhof zehn Minuten früher starten wird, um es den Fahrgästen so zu ermöglichen, den Regionalexpress Richtung Hamburg mit der Abfahrtzeit 5.44 Uhr zu erreichen. Diese Änderung sei im Wesentlichen auf Anregung von Kunden initiiert worden, sagt Joachim Sachs. Und weiter: Es würden auch weiterhin Anregungen gesammelt und bei Bedarf noch zum Schuljahresbeginn am 3. August in den Fahrplan aufgenommen.
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