Lange Zitterpartie: BSV dreht spät auf – Luchse siegen souverän in Rostock
Buxtehude/Buchholz/Rosengarten. Zwei Teams, zwei erste Saisonsiege: Die Handball-Frauen des Buxtehuder SV und die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten haben am zweiten Spieltag jeweils die ersten Pluspunkte verbucht – der BSV nach dramatischer Aufholjagd gegen den HC Leipzig (26:23), die Luchse mit einem kontrollierten Auswärtserfolg beim Rostocker HC (31:24).
In der ausverkauften Halle Nord mussten die 1.216 Zuschauer lange bangen. Zwar starteten die Gastgeberinnen stark: Beim 5:1 (7.) durch Anika Hampel schien alles nach Plan. A-Jugendmeisterin Paula Mews gab ihr Bundesliga-Debüt und traf zum 6:2. Doch dann folgte eine torlose Durststrecke: Von Minute 12 bis 32 gelang kein Feldtor, nur Hampel per Siebenmeter. Halbzeitstand: 9:10. „Offensiv verunsichert“, so der Eindruck, trotz starker Defensive um Johanna Andresen.
Nach der Pause drehte das Spiel. Ruslana Litvinov traf zum 10:11, Mews glich sofort aus (11:11) und krönte sich mit einem Heber von Linksaußen (19:18) zum Tor des Tages. Zehn Minuten vor Schluss lag der BSV jedoch mit 20:22 hinten. Dann kam die Wende: Torhüterin Nikki van der Vorst (14 Paraden, 48%) hielt das Team im Spiel, ein 4:0-Lauf folgte. Maj Nielsen verwandelte zwei Siebenmeter, Litvinov machte das 25:23, Isa Ternede besiegelte mit der Schlusssirene den 26:23-Heimsieg. Nächste Woche reist der BSV zu Sport-Union Neckarsulm, am 19. September folgt das Heimspiel gegen die HSG Bensheim/Auerbach.
Ganz anders verlief der Auftritt der Luchse in Rostock. Vor 423 Zuschauern in der Fiete-Reder-Sporthalle überzeugten sie von Beginn an mit aggressiver Abwehr und schnellem Umschaltspiel. Nach ausgeglichenem Start setzten sie sich über 4:7 und 6:10 ab und führten zur Pause mit 14:8. Starke erste Halbzeit, aber zu viele liegengelassene Chancen, bilanzierte Trainer Dubravko Prelcec.
Highlight war das Bundesliga-Debüt der 16-jährigen Janne Bern (VfL Bad Schwartau, Doppelspielrecht). Kurzfristig für die verletzten Charlotte Zufelde und Selina Jopp nachgerückt, traf sie in der 40. Minute zum 20:14 – ihr erstes Bundesligator. Nach einem kurzen Rostocker Aufbäumen (18:23) stellten Malu Sperling (6 Tore) und Lotta Christiansen (4 Treffer, darunter der 31:24-Endstand) die Weichen auf Sieg. Auch Pia Louisa Döpke (4), Katharina Böhmker, Marla Sophie Mathwig und Nantke Ackmann (je 3) trafen.
