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Buchholzerinnen gewinnen Jugend-Andachtspreis der Ev. Landeskirche Hannovers

| Niels Kreller | Life
Finja Trespenberg (links) und Alexandra Schmidt haben jeweils einen Jugend-Andachtspreis 2022 gewonnen. | Foto: C. Wöhling
Finja Trespenberg (links) und Alexandra Schmidt haben jeweils einen Jugend-Andachtspreis 2022 gewonnen. | Foto: C. Wöhling

Buchholz/Hildesheim. Landesbischof Ralf Meister hat am Sonntag 18 junge Erwachsene mit dem Jugend-Andachtspreis 2021 der Ev. Landeskirche Hannovers in der Michaeliskirche in Hildesheim ausgezeichnet. Zu den Siegerinnen gehören auch Alexandra Schmidt (21) und Finja Trespenberg (19) aus Buchholz, die in zwei Sonderkategorien gewannen. Beide engagieren sich als Teamerinnen in der Ev. Jugend Buchholz und wurden von Diakonin Isabelle Willemsen darin bestärkt, sich für den Preis zu bewerben. Als Grundlage für die Andachten war der Bibelvers „Alle Dinge sind möglich dem, der glaubt.“ (Markus 9,23) vorgegeben worden.

Alexandra Schmidt erhält einen Sonderpreis in der Kategorie „Symbolik“. „Als ich mich mit dem Bibelvers beschäftigte, sah ich das Zitat ‚Glaube ist wie ein starkes Seil, an dem man sich festhalten kann‘. Dieser Satz sagt aus, was Glaube für mich ist: ein starkes Seil, an dem man sich festhalten kann. Gott hält das eine Ende des Seils und man selbst das andere“, sagt Alexandra Schmidt. Sie studiert an der Carl-von- Ossietzky-Universität Oldenburg Deutsch und Religion auf Grundschullehramt im ersten Mastersemester. Der Bibelvers ist zudem ihr Taufspruch, begleitet sie bereits ihr ganzes Leben und sei eine Art Lebensmotto für sie geworden. „Für mich ist dies ein Vers, der Mut macht, Hoffnung schenkt, Positivität ausstrahlt. Ein Vers, der dazu anregt, niemals den Mut zu verlieren. Nie die Hoffnung aufzugeben“, heißt es in ihrer Andacht.

Finja Trespenberg erhält einen Sonderpreis in der Kategorie „Im Text reden.“ Trotz ihrer Vorbereitung auf die Vor-Abi-Klausuren nahm sie sich im Herbst vergangenen Jahres Zeit für den Text: „Vieles war in der Corona-Zeit unmöglich. So konnte ich zu meinem Geburtstag meine Großeltern das erste Mal nicht sehen. Mit meiner Mutter packte ich für sie ein Paket mit Kuchen, Sekt und ein bisschen Konfetti und dann haben wir per Videoanruf drei Stunden lang mit ihnen telefoniert. Wir haben es möglich gemacht, weil wir glauben“, sagt sie. Und: „Es geht im Leben nicht immer darum, das größte und höchste Ziel zu erreichen. Wenn wir uns kleine Ziele setzen, daran glauben und das Ziel nicht aus den Augen verlieren, dann können wir alles möglich machen“, heißt es in ihrer Andacht.

Zu ihren Andachten suchten sie Gebete und Lieder aus, formulierten einen Segen und beschrieben auch ein Setting: „In meiner Andacht sitzen alle im Kreis, das Seil liegt in der Mitte, man kann es anfassen und wieder loslassen. Lässt man es los, kann im übertragenen Sinn seinen Glauben also nicht finden, so ist er dennoch da und man kann jederzeit auf ihn zugreifen“, sagt Alexandra Schmidt. Viel Augenmerk legten beide auf einen guten Schreibstil: „Damit die Botschaft der Andacht bei den Zuhörenden ankommt, muss man sachlich und verständlich schreiben und verschiedene Satzanfänge und schöne Formulierungen wählen“, sagt Finja Trespenberg.

Für den Preis wurden insgesamt 84 Jugend-Andachten eingereicht, aus denen eine Jury die Gewinner ermittelte. Der Jugend-Andachtspreis ist ein Projekt im Rahmen der theologischen Nachwuchsförderung der Landeskirche Hannovers. Landesbischof Ralf Meister lobte die inhaltliche und technische Qualität der Arbeiten. Erstmals ging es nicht nur um „face-to-face“-Andachten, sondern auch um Videos, die in sozialen Medien geteilt werden können.

Die beiden Buchholzerinnen engagieren sich weiter in der Kirche: „In der Ev. Jugend sind wir alle unterschiedlich und haben verschiedene Perspektiven. Wir fühlen uns aber wie in einer kleinen Familie. Wir hören einander zu, lernen voneinander und philosophieren über Gott und unseren Glauben“, sagt Finja Trespenberg. „Die Ev. Jugend ist wie mein zweites Zuhause. Hier kann ich zu einhundert Prozent ‚Ich‘ sein, meine christliche Seite herauslassen, über den Glauben sprechen und Gemeinschaft leben“, sagt Alexandra Schmidt.

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