Die Obdachlosenunterkunft Harburg Huus hat eine neue Leiterin
Harburg. Das Harburg Huus des Deutschen Roten Kreuzes Harburg (DRK) ist eine der tollen Einrichtungen des Bezirk Harburg: Hier können Obdachlose ein Bett für die Nacht bekommen, Duschen, etwas Essen und das Beste: Sie können ihre Hunde mitbringen. Das ist bei weitem nicht üblich in Unterkünften.
Nun hat das Harburg Huus eine neue Leiterin bekommen: Rosa Schlottau übernimmt den Posten von Thorben Goebel-Hansen. Sie ist studierte Politikwissenschaftlerin mit Masterabschluss. Beim DRK Harburg ist sie seit 2016, war dort in der Erstaufnahme für Geflüchtete tätig. Seit 2017 ist sie Koordinatorin für ehrenamtliche Sozialarbeit. Sie ist zudem zuständig für die Second-Hand-Mode-Boutique „Schwester Henny“ in der Harburger City, mit dessen Erlösen auch das Harburg-Huus unterstützt wird.
In der vergangenen Woche wurde sie von Ex-Bahn-Chef Prof. Rüdiger Grube, selbst Harburger und Schirmherr des Harburg Huus, vorgestellt. Der freute sich über die Arbeit des Obdachlosentreffpunkts und machte dafür maßgeblich die Arbeit der Menschen vor Ort aus. „Das Harburg Huus ist erfolgreich, weil Menschen dahinterstehen, die dies mit Leidenschaft machen“, sagte Grube. Die Wärme, die den Menschen hier gegeben würde, sei einmalig. „Für mich ist das hier ein echtes Kleinod.“
Die große Herausforderung, vor der Rosa Schlottau jetzt steht ist, für das Harburg Huus eine neue Bleibe zu suchen. Denn wahrscheinlich Ende kommenden Jahres muss die Unterkunft aus dem jetzigen Domizil im Außenmühlenweg raus – so will es der Eigentümer.
Für die neue Bleibe hat Rosa Schlottau genaue Vorstellungen. Sie soll zentral liegen, maximal 20 Gehminuten vom Harburger Bahnhof entfernt. 300 Quadratmeter müssen es mindestens sein, damit auch weiterhin 15 Gäste eine Bleibe für die Nacht finden können. „400 Quadratmeter wären schon cool“, sagt Rosa Schlottau. Dann könnten auch mehr als 15 Plätze geschaffen werden.
Ganz aktuell ist es aber die kalte Jahreszeit, die eine Herausforderung darstellt. Das Harburg Huus gibt auch Schlafsäcke aus, die beispielsweise zusammen mit dem Habibi-Atelier als Spende gesammelt werden. „Gut sind auch immer Geldspenden, denn die können wir flexibel einsetzen“, sagt Rosa Schlottau.
Thorben Goebel-Hansen bleibt dem DRK aber erhalten. Er übernimmt die Geschäftsführung der DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg gGmbH, die unter anderem Tagespflegestätten und Ambulante Pflege unterhält.