Trauer um Harburgs Fußball-Legende Siegfried "Siggi" Sendrowski aus Moisburg
Harburg/Moisburg. Seine Frau Beate, mit der er seit mehr als 58 Jahren verheiratet war, seine Kinder Anja, Maren und Andre sowie die insgesamt fünf Enkelkinder trauern ebenso wie viele Harburger Fußballfans um Siegfried "Siggi" Sendrowski. Die Harburger Fußball-Legende starb am 10. Dezember nach schwerer Krebserkrankung im Alter von 84 Jahren in seinem Heim in Moisburg, nachdem er zuletzt immer wieder im Buxtehuder Krankenhaus behandelt worden war.
"Siggi" Sendrowski gehörte in den 1960er- und 1970er-Jahren zu den bekanntesten Fußballern südlich von Hamburg. Nach der Schulzeit kickte er anfangs für FSV Harburg, Borussia Harburg (ein Vorgängerverein des Harburger Sport-Clubs), den Harburger Turnerbund und den Bostelbeker Sport-Verein auf dem Sportplatz am Alten Postweg in Heimfeld. Noch vor einem guten Vierteljahr schaute er sich dort ein Fußballspiel an.
Nachdem "Siggi" Sendrowski seine Karriere als Fußball-Ligaspieler beendet hatte, entdeckte er seine Liebe zum kleineren Tennisball. Aber gern half er noch bei den Alten Herren des MTV Moisburg als Fußballer aus und fungierte beim MTV auch als Trainer und Betreuer für den Nachwuchs. Beruflich galt er als ein besonders guter Baggerfahrer mit überaus geschickten Händen. Einmal allerdings passierte ihm das Missgeschick eines ungewollten Durchtrennens einer Stromleitung, wodurch viele Bergedorfer rund eine Stunde lang keinen Strom hatten.
Siegfried Sendrowski wurde 1940 im damaligen Allenstein in Ostpreußen geboren. Als Fünfjähriger erlebte er 1945 die Flucht nach Röbel an der Müritz mit. 1950 zog er mit seiner Familie nach Harburg und wurde in die Schule an der Maretstraße eingeschult. Erste Erfahrungen als Vereinsfußballer sammelte er bei der FSV Harburg. Dort lernte er unter anderem auch seine langjährigen späteren Freunde Manfred von Soosten und "Mieken" Stegenwallner kennen. Siggi Sendrowski spielte 1966/1967 bei Borussia und 1967/1968 beim Harburger Turnerbund. Mit Manni von Soosten kickte er auch in der Betriebs-Elf der Hamburger Elbschloß-Brauerei. Seit 1976 wohnte er nach Stationen an der Harburger Schloßstraße und in Neuwiedenthal mit seiner Familie in Moisbur. Wegen seiner sprichwörtlichen und ansteckenden guten Laune und seiner humorvollen Art galt er nicht nur als exzellenter Fußballer, sondern war auch außergewöhnlich beliebt. Gern verbrachte er seine Urlaube am Wasser. Zu den beliebtesten Zielen gehörte auch die spanische Kanareninsel Gran Canaria.
Die Trauerfeier findet am Sonnabend, 21. Dezember, ab 11 Uhr in der Kapelle des Hollenstedter Friedhofs statt.
