Fackel des Roten Kreuzes macht Station im Landkreis Harburg – Ein Symbol für Hoffnung und Menschlichkeit
Winsen. Seit 1992 trägt das Rote Kreuz eine Fackel als „Licht der Hoffnung“ von Nord nach Süd – bis ins italienische Solferino, dem Ursprungsort der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Die sogenannte „Fiaccolata“ erinnert an die humanitären Werte des DRK und betont deren Bedeutung gerade in heutigen Zeiten.
Auch der DRK-Kreisverband Harburg-Land war in diesem Jahr wieder Teil des symbolischen Fackellaufs. Am vergangenen Sonntag erreichte die Flamme das DRK-Schulungs- und Logistikzentrum in der Benzstraße in Winsen. Dort nahm die DRK-Bereitschaft sie feierlich entgegen.
Ein besonderes Zeichen der Integration setzte das Projekt „DRK-Kunstbäckerei“, das 2021 ins Leben gerufen wurde. Hier treffen sich regelmäßig Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte zum Malen, Spielen und Austausch – und bekamen nun die Fackel überreicht.
Letzte Station im Landkreis war das Jugendrotkreuz vor dem Winsener Schloss. Kinder nahmen die Flamme entgegen und begleiteten sie gemeinsam mit Gruppenleitern und Koordinatorin Susanne Brüggemann auf ihrem Weg zum nächsten DRK-Kreisverband nach Bremen.
Nele Hobst, Konventionsbeauftragte des DRK Harburg-Land, betont: „Es ist schön, andere und uns selbst mit dem Fackellauf daran zu erinnern, dass wir beim DRK eine wirklich große Gemeinschaft sind, auch über Ländergrenzen hinaus. Wir sind vereinigt in unseren Werten und dem Bestreben, Menschen zu helfen und das Licht der Fackel verbildlicht unsere tägliche Arbeit. Sie weiterzutragen, ist also in doppelter Hinsicht erfüllend.“
Wer den Weg der Fackel bis nach Italien verfolgen möchte, kann dies unter dem Hashtag #fiaccolata2025 tun.
Hintergrund: Die Fiaccolata erinnert an Henry Dunant, der 1859 die Schrecken der Schlacht von Solferino miterlebte und mit seiner Schrift „Eine Erinnerung an Solferino“ die Gründung neutraler Hilfsgesellschaften für Verwundete anregte – der Beginn des Roten Kreuzes.
