Abbau von Bänken im Höpen: Gemeinde Seevetal informiert über Gründe
Seevetal. Der kürzliche Abbau von rund 13 Sitzbänken im Höpen hat bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für Unverständnis gesorgt. Nun hat die Gemeinde Seevetal die Hintergründe öffentlich gemacht – und verweist vor allem auf rechtliche und sicherheitsrelevante Gründe.
Der Höpen sei ein Forstgebiet, für das besondere Haftungsregeln gelten, so die Gemeinde. Laut Gesetz erfolge das Betreten auf eigene Gefahr. Anders verhielte es sich jedoch, wenn Besucher auf Bänken Platz nehmen: Dann entstehe eine sogenannte „waldatypische Gefahr“, und die Gemeinde als Aufstellerin der Bank trage die Haftung – etwa bei Verletzungen durch herabfallende Äste.
Hinweisschilder wie „Benutzung auf eigene Gefahr“ reichten rechtlich nicht aus, um die Haftung auszuschließen. „Sobald Menschen auf einer Bank entspannen, achten sie nicht mehr auf typische Waldgefahren“, heißt es aus dem Rathaus.
Zudem befände sich der Höpen nicht im Eigentum der Gemeinde. Für jede Bank wären aufwendige Baumkontrollen im Umkreis von 30 Metern notwendig – in Zusammenarbeit mit den Eigentümern des Waldes. Daher konzentriere sich die Gemeinde künftig auf gemeindeeigene Flächen, wo sie für Sicherheit sorgen kann.
Trotz des Abbaus will die Gemeinde weiterhin Sitzmöglichkeiten rund um das beliebte Waldgebiet bieten. Bereits jetzt stehen an sechs gut erreichbaren Stellen in Höpennähe neue oder erhaltene Bänke zur Verfügung – darunter an der Höpenstraße (Bushaltestellen), am Ostpreußenweg, Marquardtsweg, Fleester Höpen, Hitzenberg und Räuberberg.
Insgesamt gibt es in Seevetal rund 760 Bänke und 700 Abfalleimer. Im Höpen selbst werden keine Papierkörbe aufgestellt – Besucherinnen und Besucher werden gebeten, ihren Müll wieder mit nach Hause zu nehmen.
