Drogenring zerschlagen: LKA nimmt mutmaßlichen Bandenchef fest
Harburg/Seevetal. Nach monatelangen Ermittlungen ist es dem Drogendezernat des Landeskriminalamts Hamburg (LKA 62) gelungen, eine mutmaßliche Dealerbande auffliegen zu lassen. In der vergangenen Woche wurden insgesamt zwölf Durchsuchungsbeschlüsse und ein Haftbefehl gegen eine Tätergruppierung vollstreckt, die im Verdacht steht, gemeinschaftlich mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gehandelt zu haben – darunter auch große Mengen Cannabis und Kokain.
Die Ermittlungen, die sich von Oktober 2024 bis Mitte Mai 2025 erstreckten, richteten sich gegen zehn Tatverdächtige im Alter zwischen 21 und 27 Jahren, darunter eine Frau. Im Fokus der Fahnder stand ein 23-jähriger Deutscher, der als mutmaßlicher Kopf der Gruppe gilt. Er soll federführend für die Organisation und den Vertrieb der Drogen verantwortlich gewesen sein. Die übrigen Gruppenmitglieder werden verdächtigt, die Betäubungsmittel gelagert und verkauft zu haben.
Die Polizei durchsuchte mit Unterstützung von Spezialkräften des LKA 24 und Beamten aus Niedersachsen mehrere Wohnungen und Aufenthaltsorte in Hamburg, dem niedersächsischen Raum (Stade, Seevetal, Hammah) sowie in Norderstedt (Schleswig-Holstein). Dabei wurden rund ein Kilogramm Marihuana, diverse Mobiltelefone und Datenträger sowie mehr als 20.000 Euro Bargeld sichergestellt.
Gegen den 23-Jährigen wurde durch die Staatsanwaltschaft Hamburg ein Haftbefehl erlassen, der umgehend vollstreckt wurde. Nach seiner erkennungsdienstlichen Behandlung wurde er dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Zwei weitere Tatverdächtige im Alter von 22 und 24 Jahren wurden ebenfalls erkennungsdienstlich behandelt, im Anschluss aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Die übrigen Gruppenmitglieder wurden nach Abschluss der Durchsuchungen vor Ort entlassen.
Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt dauern an.
