300 Jahre Geschichte – Die Fischbeker Rauchkate öffnet ihre Türen
Süderelbe-Fischbek. Zum Tag des offenen Denkmals lädt vom 12. bis 14. September 2025 auch die Fischbeker Rauchkate ein. Am Samstag, 13. September, können Besucherinnen und Besucher von 10 bis 18 Uhr das denkmalgeschützte Gebäude besichtigen.
Die um 1720 erbaute Kate ist eines der letzten Beispiele für die einst weit verbreiteten norddeutschen Häuslingshäuser. Bis vor wenigen Jahren noch als „Rauchhaus“ bewohnt, stand das Gebäude nach Leerstand vor dem Verfall. Erst der 2023 gegründete Verein Huus un Hoff e.V. rettete das historische Kleinod. Im April 2024 übernahm der Verein offiziell die Kate von der Stiftung Denkmalpflege.
In Zukunft soll die Kate wieder ein lebendiger Ort der Begegnung werden. Der Verein möchte dort Treffen organisieren aber auch Autorenlesungen, Ausstellungen und weitere kulturelle Angebote. „Dabei kooperieren wir mit örtlichen Akteuren, wie der angrenzenden Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg und dem Kulturhaus. Gebäude und Garten bieten viele Möglichkeiten der gemeinschaftlichen Nutzung. Hier soll ein lokaler Identifikationsort entstehen, an dem sich die Menschen aus dem Viertel begegnen können und den sie vor allem auch selber mit Leben erfüllen", erklärt der Vereinsvorstand um Dietmar Genz, Stephan Kaiser und Henning Reh.
Schon im vergangenen Jahr war die Rauchkate erstmals zum Denkmaltag geöffnet. Damals wirkte sie noch wie ein „Lost Place“, fast so, als hätte die letzte Bewohnerin nur die Tür hinter sich geschlossen. Seitdem hat sich viel getan: Der Verein hat entrümpelt, den Garten gepflegt, Schadstoffmessungen beauftragt und Gespräche mit Behörden über Sanierungs- und Förderpläne geführt. Auch Fundstücke aus dem Alltag früherer Dorfbewohner – von Gartengeräten bis hin zu Fotos – wurden gesichert und sollen gezeigt werden.
Am 13. September geben Vereinsmitglieder vor Ort Einblicke in Geschichte und Zukunft des Hauses. „Wir freuen uns auf die Besucher und hoffen, dass so manche davon auch Unterstützer werden. Wir brauchen Mitglieder, die gern auch mal etwas anpacken, die sich mit der Geschichte der Kate beschäftigen möchten und natürlich auch Förderer und Spenden, damit dieses Kleinod erhalten werden kann“, so der Vorstand.
