Elbmarsch: Eisberg-Tourismus sorgt für Ärger an der Elbe
Elbmarsch-Marschacht/Harburg/Landkreis Harburg. Zahlreiche Menschen aus dem Landkreis und dem Bezirk Harburg haben sich in den vergangenen Tagen auf den Weg von Winsen und Marschacht an der Landesgrenze von Niedersachsen und Schleswig-Holstein an die Elbe bei Geesthacht gemacht, um sich die seltene Schnee- und Eislandschaft mal direkt aus der Nähe anzuschauen. Auch der Geesthachter Bürgermeister Olaf Schulze war vor Ort - auch, um die vielen Schaulustigen aus Hamburg auf die damit verbundenen Gefahren aufmerksam zu machen. Nach dem der Andrang immer größer geworden war, hatten sich die zuständigen Stellen dazu entschlossen, die Zufahrten direkt zur Elbe zu sperren, um die Rettungswege freizuhalten.
Die Gefahr war zu groß geworden, weil viele Schaulustige sich auf die Landzungen, die bei Ebbe freigelegt werden, begeben hatten. Auch hatten sich einige Besucher sogar auf die Eisschollen gewagt - was eine Besucherin aus Sinstorf kaum für möglich gehalten hatte. "Diese sorglosen Menschen haben sogar Eisschollen und Eisberge betreten und Fotos gemacht sowie Videos gedreht", berichtete dieSinstorferin "besser im blick".
Bei ansteigendem Wasser hatten einige Besucher die schnell ankommende Flut unterschätzt und sich somit in Gefahr begeben, vom Wasser überrascht zu werden und nicht mehr sicher ans Ufer zu kommen. Eine Rettung wäre bei diesen Massen an Eisbergen per Boot schwer machbar. Auch auf Grund der sehr vielen Autos, die die Zufahrten teilweise gedanken- und rücksichtslos versperrt haben, wäre eine schnelle Rettung für die Feuerwehr und die Rettungsfahrzeuge schwierig bis unmöglich gewesen.

