Schussverletzung in Horster Landstraße: Mann gesteht Selbstverletzung
Seevetal-Maschen. Am Nachmittag des 1. September 2026 kam es in der Horster Landstraße zu einem großangelegten Polizeieinsatz. Gegen 13:23 Uhr wurde ein 35-jähriger Mann mit einer mutmaßlichen Schussverletzung gemeldet. Der Verletzte wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und musste notoperiert werden.
Die Polizei sperrte die Horster Landstraße zwischen den Kreisverkehren an den Straßen Unner de Bult und Alter Postweg bis 17:15 Uhr ab. Zahlreiche Einsatzkräfte, darunter auch Spürhunde, waren vor Ort im Einsatz.
Ursprünglich ging die Polizei von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Ermittler nahmen an, der 35-Jährige sei in südlicher Richtung zu Fuß unterwegs gewesen, als er auf mutmaßlich drei etwa 25 Jahre alte Täter mit schwarzem, an den Seiten kurzem Haar traf. Der genaue Tatort und Tathergang blieben zunächst unklar. Der Zentrale Kriminaldienst fahndete nach Zeugen, die zwischen 12:40 und 13:20 Uhr verdächtige Personen, Fahrzeuge oder Dashcam-Aufzeichnungen im Bereich der Horster Landstraße wahrgenommen hatten.
Im weiteren Verlauf der Ermittlungen ergab sich eine überraschende Entwicklung. Bei den Vernehmungen nach der Notoperation geriet der 35-Jährige zunehmend in Widersprüche. Schließlich gestand er, sich die Schussverletzung selbst zugefügt und anschließend die Opferrolle eingenommen zu haben. Er gab zudem an, wo er die Waffe nach der Schussabgabe versteckt hatte, bevor er sich hilfesuchend an eine Zeugin wandte.
Die Polizei konnte die Waffe gestern am beschriebenen Ort sicherstellen. Gegen den Mann wird nun ein Strafverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Angaben zur Motivation machte der 35-Jährige nicht.
