Vortrag beleuchtet Kunsthochschule im Nationalsozialismus
Jesteburg. In der Vortragsreihe „Reden bei Bossard“ geht es am Donnerstag, 23. April, um ein besonders spannendes Kapitel der Hamburger Kunstgeschichte. Die Kunsthistorikerin Dr. Barbara Uppenkamp stellt im Neuen Atelier des Museums Bossard ihr neues Buch „Die Hansische Hochschule für bildende Künste in Hamburg zwischen 1933 und 1945: Eine Institution im Nationalsozialismus“ vor. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr.
Die heutige Hochschule für bildende Künste trug ab 1933 den Titel „Hansische Hochschule für bildende Künste“ und wurde, wie viele andere Bildungseinrichtungen, der nationalsozialistischen Kulturpolitik angepasst. Auch der Künstler Johann Michael Bossard zählte zu ihren Lehrenden.
Dr. Uppenkamp zeichnet in ihrem Werk den Prozess der Gleichschaltung dieser Institution nach, vergleicht ihn mit Entwicklungen an anderen Kunsthochschulen und öffnet den Blick auf die individuellen Schicksale von Professoren, Mitarbeitenden und Studierenden. Dabei thematisiert sie sowohl Anpassung und Mitwirkung als auch Widerstand und berufliche Zerstörung in jener Zeit.
Das Buch, erschienen im Gebr. Mann Verlag Berlin, schafft ein differenziertes Bild der Kunstszene Hamburgs im „Dritten Reich“ und fragt nach der Haltung einzelner Personen gegenüber dem totalitären Regime.
Eintritt zum Vortrag: 10 Euro. Karten sind erhältlich an der Museumskasse im Kunststätte Bossard, telefonisch unter 04183/5112, per E-Mail an
