Internationale Delegation informiert sich beim DRK in Hamburg über Bevölkerungsschutz
Hamburg/Harburg. Internationale Gäste haben sich jetzt beim DRK-Ambulanzdienst Hamburg über Strukturen im Rettungswesen und Bevölkerungsschutz informiert. Die Delegation des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) besuchte dabei insbesondere die Einsatzzentrale des DRK.
Der Ambulanzdienst des DRK Hamburg-Harburg stellt den zweitgrößten Rettungsdienst der Stadt und betreibt im Auftrag der Feuerwehr acht Wachen. Im Jahr 2024 rückten die Einsatzkräfte zu mehr als 46.000 Einsätzen aus. Die eigene Einsatzzentrale 19222 bearbeitete zudem rund 123.000 Anrufe.
Um diese Zahlen zu bewältigen, setzt das DRK auf moderne Technik und qualifiziertes Personal. Zum Fuhrpark zählen unter anderem 18 Rettungswagen sowie weitere Spezialfahrzeuge. Entscheidend sind jedoch die Mitarbeitenden – von Notfallsanitätern bis zu Disponenten in der Leitstelle.
Besonderes Interesse der internationalen Delegation galt der engen Verzahnung von hauptamtlichem Rettungsdienst und ehrenamtlichem Sanitätsdienst. Letzterer unterstützt insbesondere bei Großschadenslagen oder im Katastrophenschutz – ein Bereich, der auch im Hinblick auf internationale Krisen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Als Beispiel wurde auch der gemeinsame Standort in Hamburg-Hausbruch vorgestellt, an dem haupt- und ehrenamtliche Kräfte unter einem Dach zusammenarbeiten.
Im Anschluss reisten die Gäste weiter zur Fachmesse „Interschutz“ in Hannover. DRK-Ambulanzdienst-Geschäftsführer Jan Reichert zeigte sich zufrieden mit dem Austausch: Ziel sei es gewesen, das Hamburger System international vorzustellen und die Bedeutung der Hilfsorganisationen im Bevölkerungsschutz zu verdeutlichen.
