Fußball-Frauen des FC Jesteburg-Bendestorf wehren sich im DFB-Pokal gegen Hertha BSC mutig
Jesteburg-Bendestorf. Im DFB-Pokalspiel der Frauen hat der FC Jesteburg-Bendestorf am vergangenen Sonntag bis zur 75. Minute ein respektables 0:2 gegen die Zweitliga-Frauenelf des Hertha BSC gehalten. Am Ende der 90 Minuten hieß es dann ab 0:5. Für FC-Trainer Lucas Pfluger, der sich zufrieden mit die Leistung seines Teams zeigte, war es das erste Pflichtspiel mit dem Gastgeber-Team. Der große Name des Hauptstadt-Teams, mehr als 500 zahlende Zuschauer in Jesteburg und mehr als 100 Kinder und Jugendliche sorgten bei den FC-Spielerinnen für eine echte „Gänsehaut-Stimmung“.
Für den FC Jesteburg-Bendestorf war das Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin im DFB-Pokal-Playoff natürlich ein besonderes Erlebnis. Für viele FC-Spielerinnen war es der erste Auftritt in einem DFB-Pokalspiel. Auf dem Papier lagen zwischen dem Oberligisten und dem Zweitligisten zwei Spielklassen – dennoch ging das Teaum der Jesteburgerinnen mit einem klaren Plan in die Partie: Sie wollten mutig auftreten, keine Angst zeigen und den Favoritinnen das Spiel so schwer wie möglich machen.
Der Matchplan ging zunächst auch gut auf. Hertha hatte zwar viel Ballbesitz, fand gegen die tief stehende Jesteburger Defensive aber nur selten klare Wege zum Tor. Nach 14 Minuten fiel dennoch die Führung für die Gäste. Jesteburg ließ sich davon nicht beeindrucken und kam selbst zu einigen Offensiv-Aktionen und Abschlüssen. Gerade, als die Gastgeberinnen besser ins Spiel fanden, mussten sie jedoch einen bitteren Moment verkraften: Stürmerin Constanze Ritter verletzte sich bei einer unglücklichen Bewegung und musste von Sanitätern vom Platz getragen werden.
Jesteburg kämpfte weiter und hielt Hertha lange vom eigenen Tor fern. In der sechsten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte gelang den Gästen allerdings noch der Treffer zum 0:2.
Nach der Pause brachte Hertha drei neue Spielerinnen und übernahm das Spielgeschehen noch deutlicher . Jesteburg kam nur noch selten zu Entlastungsangriffen, verteidigte aber weiterhin konzentriert und ließ zunächst nur wenige klare Möglichkeiten der Gäste zu. Mit zunehmender Spieldauer fehlten den Gastgeberinnen allerdings die Erholungsmomente, wodurch sich in der Schlussphase einige Unkonzentriertheiten einschlichen. Hertha nutzte diese konsequent und baute die Führung noch auf 5:0 aus.
Am Ende fiel das Ergebnis vielleicht um ein oder zwei Tore zu deutlich aus, dennoch ging Hertha BSC erwartungsgemäß als verdienter Sieger vom Platz. Für Jesteburg bleibt trotz der Niederlage ein positives Fazit: Gegen einen zwei Klassen höher spielenden Gegner zeigte die Mannschaft Mut, Disziplin und großen Einsatz und machte es Hertha BSC über weite Strecken schwer. Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen.
Das nächste Heimspiel bestreitet das Oberliga-Team im Rahmen von „SV Bendestorf: 80 Jahre jung“ am Sonnabend, 29. August, ab 17.30 Uhr in Bendestorf gegen das Team des SC Weyhe.
