Restaurant im Harburger Gildehaus: Die Mitglieder wollen übernehmen!
Harburg. In rund zwei Jahren feiert die Harburger Schützengilde von 1528 e.V. ihr 500-jähriges Bestehen. Und schon im Jahr 2027/2028 soll das kräftig gefeiert werden. Dafür müssen jetzt die Weichengestellt werden.
Ein großer Punkt für die Gilde ist dabei: Was wird aus dem und wie sieht das Gildehaus, genauer gesagt das Restaurant, dann aus? Denn der Pachtvertrag zwischen der Harburger Schützengilde und ihrem bisherigen Wirt Rainer Stora endet heute am 30. September vertragsgemäß. Eine Verlängerungsoption nahm Stora nicht in Anspruch. Damit ist das Gildehaus ab dem 1. Oktober zunächst ohne Wirt.
In den vergangenen Monaten führte die Schützengilde Gespräche mit mehreren Interessenten. "Es gibt viel Interesse", so der 2. Patron Nico Ehlers gegenüber besser-im-blick. "Gerade das Gesamtensemble mit Außenbereich, Park, einer Stammklientel der Schützen und Veranstaltungsraum im Zwischengeschoss ist für viele Gastronomen spannend." Ein konkreter Nachfolger konnte bislang jedoch nicht gefunden werden, Interessenten können sich also gerne noch bei der Gilde melden.
Die nun entstehende Übergangszeit soll für notwendige Renovierungsarbeiten genutzt werden. Vorgesehen sind Arbeiten in den Gasträumen, den Sozialräumen und der Küche, um das Gildehaus für die Zukunft vorzubereiten.
Aus der Mitgliedschaft heraus entstand unterdessen die Idee, den Restaurantbetrieb künftig selbst zu organisieren. Daraus entwickelten sich erste Überlegungen für ein eigenes Restaurantkonzept. Nach Angaben der Schützengilde geht die Initiative von Mitgliedern aus und nicht von der Deputation. Diese soll weder Betreiberin des Restaurants werden noch die Gründung der geplanten Gesellschaft angestoßen haben. Das Konzept sieht vor, dass eine neu zu gründende Gesellschaft das Gildehaus pachtet und den Restaurantbetrieb übernimmt.
Die bisherigen Überlegungen seien grundsätzlich interessant und denkbar, heißt es vonseiten der Schützengilde. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht getroffen. Das Konzept müsse weiterentwickelt und insbesondere auf seine wirtschaftliche Tragfähigkeit geprüft werden. Voraussetzung für die Umsetzung sei zudem eine ausreichende Finanzierung.
