Schüsse beim Abrigado: SEK verhaftet Tatverdächtigen
Süderelbe-Neugraben. Die Polizei Hamburg hat im Zusammenhang mit einer Schießerei im Juni beim Abrigado auf dem Schwarzenberg weitere Ermittlungserfolge vermeldet. Bei einer Durchsuchung in Neugraben wurden ein 30-Jähriger verhaftet und zwei weitere Männer vorläufig festgenommen; zudem sicherten die Beamten eine scharfe Schusswaffe, mehrere Handys und rund 20.000 Euro Bargeld.
Am 15. Juni 2026 gegen 12.11 Uhr war es im Schwarzenbergpark in Hamburg-Heimfeld zu einer gefährlichen Körperverletzung durch Schussabgaben gekommen, bei der ein 45-Jähriger verletzt wurde. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen waren bereits Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt und zwei Tatverdächtige zugeführt worden.
Im Zuge der weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen geriet ein 30-jähriger Mann in den Fokus, der im Verdacht steht, die Tat im Juni in Auftrag gegeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte daraufhin beim Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss für dessen Wohnanschrift im Stadtteil Neugraben.
Am gestrigen Nachmittag vollstreckten Einsatzkräfte des Drogendezernats und des Landeskriminalamts der Region Harburg (LKA 18) den Durchsuchungsbeschluss; unterstützt wurden sie vom Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamtes (LKA 24). Bei der Durchsuchung stellten die Beamten eine scharfe Schusswaffe, mehrere Mobiltelefone sowie insgesamt rund 20.000 Euro in Bar sicher.
In dem Wohnhaus trafen die Einsatzkräfte auf den 30-jährigen türkischen Tatverdächtigen. Da gegen ihn zwei Abschiebehaftbefehle vorlagen, wurde er verhaftet, erkennungsdienstlich behandelt und anschließend dem Amt für Migration übergeben.
Zwei weitere Männer (31 und 32 Jahre alt) hielten sich ebenfalls in den Räumlichkeiten auf. Der 31-jährige türkische Staatsangehörige führte eine Schusswaffe mit sich; er wurde wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vorläufig festgenommen und nach erkennungsdienstlicher Behandlung dem Untersuchungsgefängnis zugeführt, wo er sich im Laufe des Tages vor einem Haftrichter verantworten muss.
Bei dem 32-jährigen Türken besteht der Verdacht, dass er sich illegal in Deutschland aufhält. Auch er wurde vorläufig festgenommen und soll nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem zuständigen Amt für Migration übergeben werden.
Die gemeinsamen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei laufen weiter; insbesondere wird weiter nach dem oder den noch unbekannten Schützen gefahndet. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu den Tätern geben können oder sonstige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.
