Pkw Audi rast am Bahnhof Stelle ins Gleisbett – Fahrer bleibt unverletzt, keine Menschen auf dem Bahnsteig
Stelle. Ein spektakulärer Verkehrsunfall hat am Dienstagabend rund 40 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Stelle und Maschen sowie die Mitarbeiter der Werkfeuerwehr des Maschener Rangierbahnhofs über mehrere Stunden am Bahnhof in Stelle in Atem gehalten. Gegen 18.30 Uhr hatte der Fahrer eines Pkw Audi auf dem Parkplatz am Bahnhof nach eigenen Angaben das Brems- und das Gaspedal seines Automatikfahrzeugs verwechselt. Dabei war der Wagen ungebremst durch einen Zaun gebrochen, war über den Bahnsteig gerast und schließlich zwischen den beiden mittleren Gleisen der vier Bahngleise zum Stehen gekommen

Der Fahrer hat sich aus eigener Kraft und unverletzt aus seinem Fahrzeug befreien können. Das Fahrzeug wurde durch den Unfall im Frontbereich
sowie im Unterbodenbereich schwer beschädigt. Riesenglück im Unglück war, dass zum Zeitpunkt des Unfalls keine Menschen auf dem Bahnsteig standen und auch kein Zug die Strecke befuhr, als der Audi auf die Gleise raste.
Im ersten Alarmierungsmodus wurde die Werkfeuerwehr des Maschener Rangierbahnhofs zum Steller Personenbahnhof alarmiert. Wenig später rückte auch die Freiwillige Feuerwehr Stelle zu der Unfallstelle aus. Die Kräfte der Feuerwehr sicherten die Einsatzstelle ab und leuchteten diese aus. Der Fahrer wurde bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut.
Mithilfe einer Seilwinde des mittlerweile nachalarmierten Rüstwagens der Feuerwehr Maschen wurde der zerstörte Pkw aus dem Gleisbett Stück für Stück bis an den Bahnsteig gezogen. Im Anschluss wurde das Fahrzeug mittels eines ebenfalls nachgeforderten Kranwagens aus dem Gleisbett gehoben und an den Abschleppwagen übergeben. Für die Bergungsarbeiten wurde die Bahnstrecke durch die Werkfeuerwehr geerdet und am Unfallort stromlos gemacht.
Für die gesamte Dauer der Bergungsarbeiten an dem Fahrzeug musste die vierspurige Bahnstrecke zwischen Hamburg und Lüneburg gesperrt werden. Erst nachdem das Fahrzeug Stück für Stück aus dem Gleis heraus geborgen war, wurden zunächst ein Gleis und dann wenig später zwei weitere Gleise wieder für den Bahnverkehr freigegeben. Für die Feuerwehren war der Einsatz nach zweieinhalb Stunden beendet.
Die weiteren Ermittlungen zum der genauen Unfallursache hat die Bundespolizei übernommen.