Habemus iaculandum-avem – Wir haben ein Vogelschießen
Harburg. Um Punkt 18:30 Uhr verkündeten es am Donnerstagabend die Glocken von St-Maria: Habemus iaculandum-avem – Wir haben ein Vogelschießen! Denn soeben hatte die Deputation der Harburger Schützengilde in den Räumen des Gemeindehauses der Kirche das 490. Harburger Vogelschießen beschlossen.

Seit wann sich die Deputation in den Räumen von St. Maria trifft, das weiß keiner mehr so genau. Sicher sind sie die Beteiligten nur, dass es schon seit mindestens 40 Jahren so ist und dass es immer die Glocken der katholischen Kirche im Harburger Stadtkern sind, die den Beschluss verkünden. Ins Leben gerufen wurde das Treffen durch den ehemaligen Pfarrer der Gemeinde, Heribert Brodmann, der auch Ehrenmitglied der Schützengilde ist.
Der Beschluss, auch im nächsten Jahr das Harburger Vogelschießen durchzuführen, ist bei diesem Treffen der einziger Tagesordnungspunkt. Und der wurde – wie immer – einstimmig gefasst. „Der Segen ist da – das 490. Harburger Vogelschießen kann kommen“, so Ingo Mönke, Erster Patron der Gilde. Das Treffen hat aber auch noch einen weiteren Zweck. „Hier finden immer gute Gespräche zwischen Kirche und den Schützen statt“, so Diakon Michael Rudnik. Denn nach dem Beschluss wurde deftiger Grünkohl serviert und bevor es dann mit dem Abend gemütlich und im Beisein von Pfarrer Thomas Hoffmann weiterging, gab der Posaunenchor der Gemeinde den Schützen ein kleines Konzert. Als Dank dafür überreichte Gildekönig Sven Kleinschmidt dem Posaunenchor eine Spende.
Das 490. Harburger Vogelschießen beginnt mit dem Auszug aus dem Rathaus und dem Spargelessen am 14. Juni 2018. Es findet wieder auf dem Rathausplatz statt. Eine Woche später wird dann auf dem Schwarzenberg der neue Gildekönig ausgeschossen.