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Habemus iaculandum-avem – Wir haben ein Vogelschießen

| Niels Kreller | Life
Seit mehr als 40 Jahren beschließt die Deputation der Harburger Schützengilde in den Räumen von St. Maria die Durchführung des nächsten Vogelschießens. | Foto: ein
Seit mehr als 40 Jahren beschließt die Deputation der Harburger Schützengilde in den Räumen von St. Maria die Durchführung des nächsten Vogelschießens. | Foto: ein

Harburg. Um Punkt 18:56 Uhr verkündeten es am Donnerstagabend die Glocken von St-Maria: Habemus iaculandum-avem – Wir haben ein Vogelschießen! Denn soeben hatte die Deputation der Harburger Schützengilde in den Räumen des Gemeindehauses der Kirche das 491. Harburger Vogelschießen beschlossen.

Seit wann sich die Deputation in den Räumen von St. Maria trifft, das weiß keiner mehr so genau. Sicher sind sich die Beteiligten nur, dass es schon seit mindestens 40 Jahren so ist und dass es immer die Glocken der katholischen Kirche im Harburger Stadtkern sind, die den Beschluss verkünden. Ins Leben gerufen wurde das Treffen durch den ehemaligen Dechanten der Gemeinde, Heribert Brodmann, der auch Ehrenmitglied der Schützengilde ist.

Der Beschluss, auch im nächsten Jahr das Harburger Vogelschießen durchzuführen, ist bei diesem Treffen der einzige Tagesordnungspunkt. Und der wurde – wie immer – einstimmig gefasst. „Der Segen ist da – das 491. Harburger Vogelschießen kann kommen“, so Ingo Mönke, Erster Patron der Gilde. Das Treffen hat aber auch noch einen weiteren Zweck. Denn nach dem Beschluss wurde deftiger Grünkohl serviert und bevor es dann mit dem Abend gemütlich und im Beisein von Pfarrer Thomas Hoffmann weiterging, gab das Blasorchester der Gemeinde den Schützen ein kleines Konzert. Als Dank dafür überreichte Gildekönig Jörg Geffke dem Orchester eine Spende und ebenso Ingo Mönke eine an die Kirchengemeinde.

Das 491. Harburger Vogelschießen beginnt mit dem Auszug aus dem Rathaus und dem Spargelessen am 13. Juni 2019. Ob es wieder auf dem Rathausplatz stattfindet, ist noch nicht sicher, da der Wochenmarkt aufgrund der Bauarbeiten am Sand zu dieser Zeit dort beheimatet ist. "Denkbar ist eine Rückkehr auf den Schwarzenberg oder aber ein Umzug in den Binnenhafen", so Nico Ehlers, Pressesprecher der Schützengilde. Eine Woche später wird dann auf dem Schwarzenberg der neue Gildekönig ausgeschossen und proklamiert.

Das Vogelschießen im Binnenhafen stattfinden zu lassen, hätte den besonderen Charme, dass zeitgleich das Binnenhafenfest stattfindet und sich die beiden Feste so ergänzen und befruchten könnten.

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