Grenzenlos: Ausstellung des Heisenberg-Gymnasiums im Harburger Rathaus thematisiert koloniales Erbe
Harburg. Am Montag wurde im Harburger Rathaus die Ausstellung „Grenzenlos – Harburgs koloniales Erbe im 19./20. Jahrhundert“ eröffnet. Die Schau präsentiert Arbeiten von Oberstufenschülern des Heisenberg-Gymnasiums, die sich im Kunstunterricht mit Spuren des Kolonialismus im Stadtteil auseinandergesetzt haben.
Im Zentrum steht die Frage, wo koloniale Geschichte in Harburg bis heute sichtbar ist. Die Jugendlichen untersuchten dafür drei Orte, die sie bislang vor allem als alltägliche Umgebung kannten: den Meyers Park, die Thörlstraße und die Gaiserstraße. Ihre künstlerischen Ergebnisse – Fotografien, Collagen, Installationen und Mixed-Media-Arbeiten – regen zum Nachdenken über historische Verantwortung und Erinnerungskultur an.
Zur Eröffnung im großen Saal des Harburger Rathauses begrüßte Bezirksamtsleiter Christian Carstensen die Gäste. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Jazz-Band des HGH unter der Leitung von Frank Schaub, bevor die Schüler:innen ihre Werke persönlich vorstellten.
Die Ausstellung kann bis zum 12. Februar 2026 kostenlos im Harburger Rathaus besucht werden – montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr. Ein barrierefreier Zugang ist über den Innenhof per Fahrstuhl möglich.
Hintergrund: Der Wahlpflichtkurs Bildende Kunst des Jahrgangs 11 am HGH beteiligte sich 2025 mit 20 Mixed-Media-Beiträgen am Landeswettbewerb „Wir in Hamburg zwischen Kolonialismus und Antirassismus“, veranstaltet vom Fachreferat Bildende Kunst der Hamburger Schulbehörde in Kooperation mit dem MARKK – Museum am Rothenbaum Kulturen und Künste der Welt. Alle Teilnehmenden des HGH wurden prämiert, eine Auswahl ihrer Werke ist nun in Harburg zu sehen.
