Schwarzenberg: Unterkunft bleibt bis Mitte 2027
Harburg. Die öffentliche Unterkunft für Geflüchtete und Wohnungslose auf dem Schwarzenberg wird bis Mitte 2027 betrieben. Danach soll die Fläche bis März 2028 vollständig geräumt werden. Das hatte Funda Gür, Staatsrätin der Sozialbehörde, der Bezirksversammlung schon am 6. März mitgeteilt. Ihr Schreiben ist allerdings jetzt erst veröffentlicht worden.
Die Unterkunft war 2022 für mindestens drei Jahre in Betrieb genommen worden. Nach Beginn des Kriegs in der Ukraine sah sich die Stadt gezwungen, die Frist auf „maximal fünf Jahre“ zu verlängern. Ursprünglich war eine Unterkunft mit 600 Plätzen geplant, letztlich wurden 512 Plätzen eingerichtet, davon waren am 31. Januar 2026 genau 509 belegt – 309 männliche und 200 weibliche Personen. Gut die Hälfte von ihnen lebt auf dem Schwarzenberg gemeinsam mit ihrer Familie.
Staatsrätin Gür betont in ihrem Schreiben, dass sich die Lage der öffentlichen Unterbringung eher noch verschärft hat. Wie schon 2023 und 2024 sei die Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine im Sommer 2025 gestiegen, dazu kam es ab Herbst 2025 zu einem erheblichen zusätzlichen Zugang überwiegend junger Männer aus der Ukraine, denen nach einer Gesetzesänderung in der Ukraine die Ausreise gestattet wurde. Gleichzeitig versucht die Stadt aber, die Zahl der Unterbringung in Notstandorten und Hotels zu verringern. Deshalb müsse die Frist für die Unterkunft auf dem Schwarzenberg voll ausgenutzt werden.
Die Sozialbehörde sehe aber auch die „hohe gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung des Festplatzes auf dem Schwarzenberg und des angrenzenden Parks“. Sie sei sich bewusst, dass „die fortgesetzte Inanspruchnahme der Fläche mit weiteren Einschränkungen für den Stadtteil und den Sozialraum verbunden ist“.
