Linke schicken Stephan Jersch ins Rennen um das Bundestagsmandat im Wahlkreis Bergedorf-Harburg-Wilhelmsburg
Harburg/Wilhelmsburg/Bergedorf. Auch die DIE LINKE. hat nun ihren Kandidaten für den Wahlkreis 23 bestimmt. Sie schickt den 58-jährigen Stephan Jersch aus Bergedorf ins Rennen gegen Mandatsinhaber Metin Hakverdi von der SPD, Manuel Sarrazin (Grüne) und Uwe Schneider (CDU). Jersch gewann die parteiinterne Wahl mit 20 zu 13 Stimmen gegen Florian Muhl (35) aus Harburg).
Stephan Jersch ist kein Politneuling. Er war von 2008 bis 2014 Fraktionsvorsitzender für die DIE LINKE. in der Bezirksversammlung Bergedorf und sitzt für sie seit 2015 als Wahlkreisabgeordneter in der Hamburgischen Bürgerschaft. Dort ist er Sprecher für Umwelt, Landwirtschaft, Tourismus, Bezirke und Tierschutz.
„Ich freue mich sehr, für unsere Partei in Hamburgs flächenmäßig größtem Wahlkreis als Kandidat für den Bundestag anzutreten“, erklärte Stephan Jersch nach seiner Wahl. Als seinen Schwerpunkt sieht er den Kampf gegen die Spaltung der Gesellschaft. „Vor einigen Jahren war das noch beschränkt auf die sozialen Verhältnisse, auf Hartz IV, mangelnde Bildungschancen, geringfügige Einkommen und Renten von denen man im Alter nicht leben kann. Aber heute geht der Riss weiter und tiefer. Wir sehen jetzt auch die Spaltung unserer Gesellschaft beim Klima- und Umweltschutz, bei den Wohnverhältnissen, in der Gesundheit. Egal was dem Markt anvertraut wird – er sorgt dafür, dass es Verlierer:innen und Profiteure gibt.“
Wichtig ist ihm nach eigenem Bekunden der Kontakt zu den Menschen vor Ort. „Ich möchte mit der Entspannung der Coronasituation wieder zurück in die Quartiere, an die Infostände, um vor Ort deutlich zu machen, dass es eine soziale und ökologische Alternative zu der Besserverdienerpolitik von SPD und Grünen gibt. Unser Wahlprogramm ‚Zeit zu handeln: Für soziale Sicherheit, Frieden und Klimagerechtigkeit!‘ ist dafür eine hervorragende Leitlinie.“
Auch im Bezirk Harburg sind die Genossinnen und Genossen zufrieden mit der Wahl Jerschs: „Stephan kennt die Belange der Harburger gut durch seine Jahrelange Arbeit in der Bürgerschaft“, freut sich Jan Nesso vom Bezirksvorstand der DIE LINKE. Harburg über die Entscheidung. Bei Themen wie dem Kohlekraftwerk Moorburg oder dem Horror-Tierversuchslabor LPT sei Stephan Jersch als umweltpolitischer Sprecher der DIE LINKE.-Bürgerschaftsfraktion immer vorne mit dabei gewesen und habe für Harburgs Bevölkerung gekämpft.