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Handball-Luchse gewinnen gegen Herrenberg durch eine couragierte zweite Halbzeit

| Redaktion | Sport

Buchholz/Rosengarten. Am Samstagabend haben 345 Zuschauer in der NordHeideHalle in Buchholz ein wechselhaftes Spiel erlebt, das in der zweiten Halbzeit dann doch verdient zugunsten des Teams aus Buchholz-Rosengarten entschieden wurde. Am Ende stand ein deutliches 33:24 auf der Anzeigentafel.

Mit den „Kuties“ aus Herrenberg hatte sich ein Team auf den langen Weg von Baden-Württemberg in den Norden Deutschlands gemacht, das zwar einerseits mit Lea Neubrander die aktuelle Top-Scorerin der zweiten Bundesliga in ihren Reihen hat, andererseits aber durch den derzeitigen Tabellenstand schon ein wenig unter Handlungsdruck stand, um nicht dauerhaft im Tabellenkeller feststecken zu bleiben. Die Luchse wiederum benötigten jeden Punkt, zumal wenn zu Hause gespielt wird, um weiterhin auf der Sonnenseite der Tabelle zu verbleiben. Genügend Gründe also für eine interessante Begegnung.

Das Spiel begann mit einem bunten Hin und Her, einem verworfenen Siebenmeter durch die SG H2Ku Herrenberg und dem ersten Tor durch Levke Kretschmann für die Luchse. In den nächsten Minuten setzte sich das Team aus Buchholz-Rosengarten zunächst etwas ab; der Vorsprung pendelte sich um die zwei Tore ein. Auch eine frühe Auszeit durch Hans Christensen, dem Trainer der „Kuties“, in der siebten Minute änderte daran nichts. Ein schöner Pass von Mareike Vogel auf Cara Reiche in der neunten Minute landete als Gegenstoßtor im Netz des Teams aus Herrenberg.

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Mitte der ersten Halbzeit lagen die Luchse bereits mit vier Toren in Führung und es bahnte sich ein einseitiges Spiel an. Allerdings fand das Team aus Herrenberg in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit immer besser ins Spiel und verwandelte unter anderem vier der fünf Siebenmeter bis zur 25. Minute. Die Luchse zeigten Konzentrationsprobleme, so dass die „Kuties“ kurz vor Ende des ersten Durchgangs wieder ausglichen. Durch zwei schnelle Tore durch Levke Kretschmann und Luisa Hinrichs sicherten die Handball-Luchse dann doch die Führung zur Pause.

In der zweiten Halbzeit dann ein anderes Bild: Die Handball-Luchse kamen nach offensichtlich den richtigen Worten der Trainercrew mit einer ganz anderen Körpersprache aus der Kabine und sicherten mit einem sehr souveränen 6:1-Lauf die Grundlage für den sich jetzt anbahnenden Sieg. Die Abwehr war deutlich präsenter, eine 5:1-Formation mit einer vorgezogenen Jule Meisner störte den Aufbau der Herrrenbergerinnen schon im Ansatz.

Auch die Außenspielerinnen der Handball-Luchse waren jetzt besser ins Spielgeschehen eingebunden. Besonders Cara Reiche gelang es wiederholt durch Tempogegenstöße oder gezielte Würfe von rechts die Abwehr der „Kuties“ zu überwinden. Ein besonders schöner Treffer gelang Finja Harms, die einen schnellen Gegenstoß mit einem schönen Dreher abschließen konnte.

Das Team aus Herrenberg fand mittlerweile kaum noch Mittel, um die jetzt sehr kompakt agierende Abwehr der Luchse auszuspielen und die Stürmerfouls häuften sich bei den „Kuties“. In den letzten zehn Minuten der Partie konnte Antonia Pieszkalla mit insgesamt vier Toren ihr athletisches Spiel belohnen. Bei den „Kuties“ stach Stefanie Schoeneberg hervor, die mit ihren sieben Toren – insbesondere vom Siebenmeter-Punkt – ihre Mannschaft lange mit im Spiel hielt.

Am Ende stand jedoch ein deutliches und durch die Zuschauer in der NordHeideHalle bejubeltes 33:24-Ergebnis, das aufgrund der sehr soliden zweiten Halbzeit für die Handball-Luchse aus Buchholz-Rosengarten nicht unverdient war.

In der Nachbetrachtung der Partie räumte Hans Christensen, Trainer aus Herrenberg, ein, dass der Gewinn der Handball-Luchse in Ordnung sei. „In der ersten Halbzeit waren wir gut dabei und wir hatten auch eine Idee für die zweiten 30 Minuten. Nachdem wir aber gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit drei oder vier leichte Fehler gemacht hatten, verloren wir den Faden und haben uns davon nicht wieder erholt. Heute hatten wir nicht die Qualität und Kraft, um gegen Buchholz zu gewinnen. Aber wir können einiges aus diesem Spiel mitnehmen und daraus lernen.“

Trainer Dubravko Prelcec lobte die Leistung der Gäste: „Es war heute ein hartes Stück Arbeit. Herrenberg hat uns in der ersten Halbzeit einige Aufgaben gestellt. Nach der Pause haben wir dann aber eine ganz andere Körpersprache gezeigt und durch eine gute, starke Abwehr gezeigt, dass es heute schwer wird, gegen uns gewinnen zu wollen. Die Mannschaft hat die Themen, die wir besprochen hatten, gut umgesetzt. Wir haben bissiger und schneller gespielt.“ Und befragt auf die kommenden Wochen, erläuterte Prelcec: „Allein im Januar haben wir fünf Spiele – eine Kraftanstrengung, die wir durch eine Belastungssteuerung, einen gleichmäßigen Einsatz aller Spielerinnen angehen werden.“

Und Co-Trainerin Heike Axmann ergänzt: „Das Spiel sind wir mit viel Elan angegangen, verloren aber im Lauf der ersten 30 Minuten das Leidenschaftliche unseres Spiels. In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein Feuerwerk abgebrannt, Mega-Tempo, deutliche Körpersprache und Emotionen. Das hat viel Spaß gebracht.“

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