Zweimal Gold für HTB-Karate-Athletin Reem Khamis
Harburg/Guadalajara (Spanien). Jubel beim Harburger Turnerbund (HTB) - vor allem bei den Trainern und Aktiven der HTB-Karate-Abteilung: Ihr Aushängeschuld, die 20-jährige Studentin Reem Khamis, mehrfache Deutsche Meisterin im Karate, ist mit zwei Goldmedaillen im Gepäck von den 58. Europameisterschaften aus dem spanischen Guadalajara nach Harburg zurückgekehrt. Schon in Spanien am Austragungsort hatte sie auch die Glückwünsche des HTB-Vorstands und zahlreicher Turnerbund-Karatekämpfer entgegengenommen. Und natürlich gab es nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatstadt einen Riesenempfang mit vielen Glückwünschen und Blumen.
Als Reem Khamis elf Jahre alt war, flüchtete ihre Familie vor dem Mubarak-Regime Ägyptens nach Deutschland. Dann fing sie im Harburger Turnerbund mit Karate an, obwohl sie sich zuerst eigentlich für Basketball entschieden hatte. Sehr schnell wurde sie eine erfolgreiche Karatekämpferin. Fünf Jahre in Folge wurde sie Deutsche Meisterin und startete nach ihrer Einbürgerung auch international durch. Bei ihrer zweiten Europameisterschaft in Prag holte sie im Jahr 2022 Bronze. Aktuell stand sie vor dem Beginn der EM auf Platz sechs der Weltrangliste - inzwischen noch weiter oben.
Bei den 58. Europameisterschaften im spanischen Guadalajara siegte sie sowohl im Einzelwettbewerb als auch im deutschen Kumite-Damen-Trio mit ihren deutschen Mannschaftskameraden Johanna Kneer und Madeleine Schröter mit 2:0 über Kroatien. Jonathan Horne, Chef-Bundestrainer im Deutschen Karate-Verband Kumite-Bereich, gehörte zu den ersten Gratulanten.
Bei der U21 Europameisterschaft im Februar 2023 auf Zypern hatte sie bereits den Vize-Europameistertitel gewonnen. Die HTBerin hatte auch an der Deutschen Meisterschaft 2023 teilgenommen und in ihrer Gewichtsklasse (-61 Kilogramm) gewonnen. Sie wird auch an den Weltmeisterschaften 2023 in Budapest teilnehmen.
Reem Khamis ist ein absolutes Multitalent: Als sie vor neun Jahren als Grundschülerin nach Harburg kam, sprach sie kaum ein deutsches Wort. Das ist längst Geschichte: In Sprachkursen und im Unterricht holte sie schnell auf - und das rasant. Inzwischen hat sie ein Einser-Abitur hingelegt und ist eine vielversprechende Studentin.
