Weltcup-Feeling in Moorburg: Cyclocross-Elite kämpft am Elbdeich
Süderelbe-Moorburg. Durch Schlamm, Sand und tiefen Morast – der 46. Weihnachtscross der Harburger Radsport-Gemeinschaft (RG) forderte die norddeutsche Cyclocross-Elite am 14. Dezember bis an ihre Grenzen. Rund 330 Fahrerinnen und Fahrer gingen auf dem neuen, 2,4 Kilometer langen Parcours auf dem Obsthof Jürgen Ecks an den Start. Das traditionsreiche Rennen, Teil der Stevens Cyclocross Cup Serie, brachte erstmals Weltcup-Atmosphäre an den Moorburger Elbdeich.
Gestartet wurde beim Hofladen „Bestes vom Elbdeich“, direkt am Hühnerstall des Obsthofs. Danach führte die Strecke über einen aufgeweichten Acker, der den Teilnehmenden sofort fahrerisches Können und Kondition abverlangte. Höhepunkt der Runde war eine 300 Meter lange Passage durch tiefen Morast auf der Apfelplantage – ein Publikumsmagnet für die rund 400 Zuschauenden. Doch wer sich dort durchgekämpft hatte, durfte sich nur kurz erholen: Eine steile Rampe, eine tiefe Sandsektion und eine Doppelhürde verlangten zum Schluss noch einmal volle Konzentration.
Bei den Elite-Frauen gewann Cordula Biermann (RSC Kattenberg) nach 45 Minuten Rennzeit, während Frederik von Hartwig (TS Klinkrade) das einstündige Hauptrennen der Männer für sich entschied. Bester Harburger Fahrer war Philipp Plambeck (Harburger RG) auf Platz zwölf.
Auch im kommenden Jahr soll das Rennen erneut auf dem Obsthof Ecks stattfinden. Nach dem Wegfall der alten Strecke am Schwarzenberg durch Bauarbeiten hatte der Verein kurzfristig eine neue Heimat für das Traditionsrennen gesucht – und auf dem Obsthof gefunden. Eine besondere Verbindung gibt es ohnehin: Max Oertzen, Sohn der Hofbesitzerfamilie, startet selbst als Cyclocross-Profi für die Harburger RG. Diesmal musste er allerdings passen – er war beim Weltcup in Namur (Belgien) im Einsatz.
Ergebnisse und weitere Informationen: www.stevenscup.de/ergebnisse
