Bittere Heimniederlage für die Landesliga-Kicker des TSV Elstorf im Landesliga-Kreisderby
Neu Wulmstorf-Elstorf/Stelle-Ashausen. Rund 500 Tage nach dem Aufstieg in die Landesliga kehrte die SG SPA (SG Scharmbeck-Pattensen-Ashausen) an den Ort zurück, an dem einst der große Aufstieg gefeiert worden war. Diesmal gab es erneut Grund zum Feiern: Mit dem 4:2 beim TSV Elstorf holte die SG den ersten Landesliga-Kreisderby-Sieg der Vereinsgeschichte.
In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte Elstorf zunächst die besseren Möglichkeiten. „Wir haben in der ersten Halbzeit auf jeden Fall zwei, drei gute Chancen, wo wir auf jeden Fall in Führung gehen können, wenn nicht sogar müssen“, lautete die Einschätzung aus dem Elstorfer Lager. SPA hielt dagegen, musste allerdings immer wieder gefährliche Standardsituationen überstehen. „Mit etwas Glück und einer Glanzparade von Paul Petersen hielten wir uns bis zur Pause schadlos“, erklärte Coach Marinus Bester.
Nach dem Seitenwechsel nahm das Derby deutlich an Fahrt auf. Philip Wolfram brachte Elstorf mit 1:0 in Führung, doch Moritz Bahn köpfte nur neun Minuten später zum Ausgleich ein. Jonah Genterczewsky stellte anschließend auf 2:1, ehe SPA die Partie innerhalb weniger Minuten drehte. Zunächst fiel der Ausgleich nach einem Elstorfer Eigentor, ehe Micha Oertzen nach 67 Minuten die SG erstmals in Führung brachte.
„Die 2. Halbzeit wurde dann echt wild, aber wild können wir bekanntlich“, fasste Bester zusammen. In der Schlussphase warf Elstorf noch einmal alles nach vorne, doch SPA-Keeper Paul Petersen verhinderte zweimal stark den Anschlusstreffer. Simon-Martin Meyer machte in der 89. Minute nach Vorlage von Felix Peschke den Deckel drauf.
Bester war entsprechend zufrieden: „Mit einer brutalen Mentalität und Leidenschaft in jeder Phase des Spiels haben wir dem TSV Paroli geboten und das Kreisderby absolut verdient gewonnen." Sein Kollege Michel Welke vom TSV Elstorf: „In der ersten Halbzeit haben wir es leider verpasst, unsere besseren Chancen in ein Tor umzumünzen, dieses ist uns dann direkt nach Wiederanpfiff gelungen. Wir freuen uns sehr, dass Top-Torjäger Wolfram wieder fit ist, er wird uns gut tun."
Danach haben die Elstorfer das konsequente Verteidigen vernachlässigt. Welke: „Es sind letztlich Kleinigkeiten, aber wir fressen zu einfach Gegentore. Drei Kopfball-Gegentore sind einfach zu viele. Insgesamt haben wir in den letzten zwei Spielen fünf Tore kassiert und stehen mit 0 Punkten da. Das müssen wir dringend ändern und wir müssen enger am Mann verteidigen und resoluter gegen hohe Bälle agieren. Da werden wir den Fokus drauf legen."
Die TSV-Aufstellung: Bock, Genterczewsky, Jahn, Krolikowski, Lochner, Meier, Müsing, Rathje, von Reith, Wendler, Wolfram. Wechsel: 50. Minute Stoffers für Wendler, 57. Minute Claassen für Meier, 70. Minute, Neuenstadt für Genterczewsky und Jarmer für Lochner, 80. Minute, Krüger für Wolfram
Tore: 1:0 Wolfram nach Vorarbeit von Reith, 2:1 Genterczewsky.
