50 Jahre "De Tampentrekker": Großes Jubiläumskonzert begeistert mit viel Musik und Geschichten
Harburg-Heimfeld. Drei Stunden beste Unterhaltung, musikalische Höhepunkte und jede Menge Erinnerungen an fünf Jahrzehnte Vereinsgeschichte: "De Tampentrekker" feierten am vergangenen Samstagnachmittag ihr 50-jähriges Bestehen mit einem großen Jubiläumskonzert in der gut besetzten Friedrich-Ebert-Halle in Heimfeld. Das Publikum erlebte einen abwechslungsreichen Nachmittag voller Seemannslieder, Humor und bewegender Momente.
Moderatorin Anke Harnack (früher NDR) führte durch das Programm. Als Stargast sorgte Sandra Keck, bekannt aus vielen Auftritten im Ohnsorg-Theater, für besondere Höhepunkte. Gemeinsam mit den Tampentrekkern präsentierte sie unter anderem das beliebte Hamburger Lied "Das Tüdelband" und begeisterte damit die Gäste.
Natürlich durften auch die musikalischen Klassiker der Gruppe nicht fehlen. Bei Liedern wie "Einmal noch nach Bombay", "Es gibt nur Wasser überall", "Rolling Home" und vor allem "La Paloma" kam schnell die passende Stimmung auf. Die Tampentrekker bewiesen einmal mehr, dass ihre Mischung aus Seemannsliedern und hanseatischem Humor seit Jahrzehnten ihr Publikum begeistert.
Doch das Jubiläumskonzert bot weit mehr als musikalische Unterhaltung. Zwischen den Liedern erinnerten die Musiker an besondere Stationen ihrer 50-jährigen Geschichte. Dazu gehörten ihre Auftritte bei "Inas Nacht" vor dem Schellfischposten, der viel beachtete Auftritt beim legendären Wacken Open Air im Jahr 2022 sowie die Begegnung mit Freddy Quinn im Mai 2004 beim Hamburger Hafengeburtstag. Dieser Auftritt mit mehr als 100.000 singenden Zuschauern sicherte dem großen Künstler und den Tampentrekkern den Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde. Auch von Gastspielen außerhalb der Hamburger Heimat gab es einiges zu erzählen.
Eine besonders enge Verbindung besteht seit einem halben Jahrhundert zu den Sangesbrüdern des MGV Ehrenhausen aus der Steiermark.
Die befreundeten Sänger waren eigens zum Jubiläum angereist und bereicherten das Konzert mit einem viel umjubelten Gastauftritt. Die langjährige Freundschaft zwischen den beiden Chören wurde dabei einmal mehr lebendig und sorgte für große Begeisterung im Saal.
Ein emotionaler Moment war die Würdigung des langjährigen Chorleiters Tim Hußmann, der für sein Engagement und seinen Einsatz einen besonderen Dank erhielt. Inzwischen hat Thorben Korn den Taktstock übernommen und führt die musikalische Arbeit der Tampentrekker fort.
Auch Ina Müller ließ es sich nicht nehmen, den Jubilaren ihre Glückwünsche zu übermitteln. Da sie sich derzeit selbst auf Tournee befindet, konnte sie nicht persönlich dabei sein. Ihre Grußbotschaft wurde jedoch zu einem weiteren schönen Zeichen der Verbundenheit mit der Gruppe.
Zum großen Finale verabschiedeten sich die Tampentrekker mit der Hamburger Hymne "In Hamburg sagt man tschüs" von ihrem Publikum.
Die Besucher dankte den Musikern mit langanhaltendem Beifall und Standing Ovations. Das Jubiläumskonzert in Heimfeld war nicht nur ein Rückblick auf eine bewegende Geschichte, sondern auch ein musikalisches Bekenntnis zu Hamburg und seiner maritimen Tradition.
