Fischbek trumpft nur 30 Minuten auf
Fischbek/Preetz. Am vergangenen Sonntag mussten die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) beim Preetzer TSV antreten. Dort unterlagen sie nach einer ungenutzten ersten Halbzeit mit 22:26 (9:17).
Personell bleibt die Situation für Fischbeks Trainer Roman Judycki weiter eng. Nachdem Marius Kabuse bereits zwei Spieltage zuvor verletzt vom Feld musste und auch für Wochen ausfallen wird, hatte sich Aron Karschny im Pokalspiel gegen die HG Hamburg-Barmbek ebenfalls verletzt und wird auch für länger ausfallen. Tim Latendorf, der sich ebenfalls gegen Barmbek am Rücken verletzt hatte, konnte jedoch spielen.
Preetz erzielte einen Start-Ziel-Sieg. Der TVF erzielte sein erstes Tor nach fast vier Minuten. Aleksej Kiselev erzielte den 1:2-Anschlusstreffer. Während Fischbek gute Chancen nicht nutzte, was unter anderem am Preetzer Torhüter Jascha Andre Fehlberg lag, waren die Gastgeber im Angriff erfolgreich. Als sie in weniger als 90 Sekunden auf 5:1 davonzogen, nahm Judycki eine Auszeit. Seine Anweisungen fruchteten jedoch nicht ausreichend, sodass Preetz sich bis zu Halbzeit schon auf 17:9 absetzen konnte. „Wir haben in der ersten Halbzeit etwa acht hundertprozentige Chancen gehabt, die wir nicht nutzen konnten“, fasst Judycki die erste Halbzeit zusammen.
Nach der Pause schien es zunächst so weiterzugehen. Doch nach fünf Minuten fand der TVF ins Spiel. Die Angriffe wurden mutiger und der Ball kam verstärkt ins gegnerische Tor. Das Spiel war nun spiegelverkehrt. Dies zeigte sich deutlich zur Mitte der zweiten Halbzeit, als die Fischbeker durch Kiselev, Tim Latendorf und Robert Mitleider sechs Tore in Folge erzielten. Letzten Endes reichte die Aufholjagd aber nicht aus. „Wir haben in der zweiten Halbzeit effektiver abgeschlossen, sodass der Torhüter keine Chance hatte und waren auch über Tempogegenstöße erfolgreich“, so Judycki. „Aber wer in der Oberliga nur 30 Minuten spielt, wird am Ende des Spiels selten belohnt.“
Am kommenden Samstag kommt mit der zweiten Mannschaft des VfL Bad Schwartau ein Gegner in die Arena Süderelbe, der von den Abstiegsrängen noch nicht sicher entfernt ist. Beide Mannschaften werden hier alles geben, um die Punkte für sich zu holen.
Tore für den TVF: Aleksej Kiselev (7/4), Tim Latendorf (6), Marcel Kahns (3), Jan Niclas Kessler, Robert Mitleider (je 2), Tim Beier und Marek Struß (je 1).