Fischbeks Oberligahandballer verlieren in der ersten Halbzeit
Fischbek. Am vergangenen Samstag hatten die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) mitten in der Rückrunde ihr letztes Hinrundenspiel. Zum ersten Mal in der Saison trafen sie auf die SG Wift Neumünster. Sie verloren dieses Spiel mit 32:41, wobei sie bereits zur Halbzeit mit 16:26 zurücklagen.
Die Mannschaft von Fischbeks Trainer Roman Judycki ist weiterhin gewillt, den Klassenerhalt zu schaffen. Die Grundvoraussetzungen beim Spiel gegen den Tabellenvierten waren jedoch alles andere als günstig. Gegen den Favoriten der SG musste sie mit Aleksej Kiselev und Marek Struß auf gleich zwei der Top 5 Mannschaftstorschützen verzichten. Tim Latendorf musste nach bereits fünf Minuten verletzt das Spiel unterbrechen. Julian Junack und Marcel Kahns wurden zunächst im Angriff unter Manndeckung gestellt. „Umso wichtiger ist es, in solchen Momenten einen guten Mittelmann zu haben“, so Judycki.
Somit waren Fischbeks Top 5 quasi ausgeschaltet und die Gäste legten von Beginn an vor. Nach knapp zweieinhalb Minuten lag die SG durch die Treffer von Christian Drecke und Moritz Haß mit 3:0 in Führung. Einen Start-Ziel-Sieg ließ der TVF aber nicht zu, sondern glichen zwischenzeitlich in der siebten Minute zum 4:4 aus. Dann konnte sich Neumünster aber langsam absetzen. Das änderte sich auch nicht durch die Auszeit, die Judycki in der 14. Minute beim Stand von 7:9 nahm. Für die Fischbeker erschwerte sich das Spiel zusätzlich, als in der 25. Minute zunächst Shohei Sasaki eine Zeitstrafe bekam und Soeren Siemens nur eine halbe Minute später. Die doppelte Überzahl nutzten die Gäste dann auch aus. Die Fehler, die Fischbek im Angriff machte, nutzte die SG dann ebenfalls und gingen deshalb mit einer deutlichen 26:16-Führung in die Pause.
Die zweite Halbzeit lief dann besser für die Gastgeber. Fischbeks Torhüter parierten einige gute Chancen und im Angriff wurden die Spielzüge besser durchgespielt. Erleichternd für den TVF: Latendorf war zum Anpfiff der zweiten Halbzeit wieder fit und konnte einiges für die Mannschaft tun. „Schade war natürlich, dass er sich nach fünf Minuten verletzt hat und erst in der zweiten Halbzeit spielen konnte“, sagt Judycki. „Er hat ein gutes Spiel gemacht.“
Fischbek machte in den zweiten 30 Minuten etwas an Boden gut. Diese Spielhälfte gewannen sie am Ende mit 16:15. Erkennbar war somit wiederum, dass der TVF auch gegen Mannschaften in der Oberliga mithalten können, die in der Tabelle weiter oben platziert sind. Den enormen Rückstand aus der ersten Halbzeit konnten sie jedoch nicht mehr wieder gutmachen. Bereits am kommenden Samstag (18. März) findet um 18:30 Uhr in der Arena Süderelbe das nächste Heimspiel statt. Dann steht wieder ein bedeutendes Spiel an, denn der TVF kann wichtigen Boden gutmachen. Zu Gast ist dann die SG Hamburg-Nord, die mit sieben Punkten Vorsprung zwei Plätze über den Fischbekern steht.
Tore für den TVF: Marcel Kahns (7/2), Jan-Malte Augustin, Philip Wöhler (je 5), Julian Junack (4/2), Tim Latendorf (4), Jan Niclas Kessler (3), Shohei Sasaki (2), Robert Mitleider und Soeren Siemens (je 1).