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Hamburg Towers defensiv überragend in Kirchheim

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Es geht also doch auswärts. Nach zuletzt eher enttäuschenden Auftritten in der Fremde haben die Hamburg Towers eindrucksvoll in die Spur zurückgefunden. | foto: Hamburg Towers
Es geht also doch auswärts. Nach zuletzt eher enttäuschenden Auftritten in der Fremde haben die Hamburg Towers eindrucksvoll in die Spur zurückgefunden. | foto: Hamburg Towers

Kirchheim. Es geht also doch auswärts. Nach zuletzt eher enttäuschenden Auftritten in der Fremde haben die Hamburg Towers eindrucksvoll in die Spur zurückgefunden. Bei den Kirchheim Knights gewann die Mannschaft von Headcoach Mike Taylor mit 80:65 (58:39, 37:29, 15:16). Schlüssel zum Sieg war eine herausragende Defensivleistung.

Südlich Stuttgarts mussten die Gäste ohne die erkrankten Justin Raffington und Justus Hollatz auskommen. An der gewohnten Starting Five aus Achmadschah Zazai, Tevonn Walker, Drew Barham, Beau Beech und Jannik Freese änderte dies nichts. Ebenfalls fast schon Gewohnheit: Auswärts brauchten die Towers etwas, um in ihren Rhythmus zu kommen. Sämtliche Punkte mussten hart erkämpft werden, was jedoch auch dazu führte, dass die Hamburger die offensive Aggressivität in die Defensive übertrugen. Walker fungierte als Katalysator, um den Angriff ins Rollen zu bringen. Dennoch musste sein Team nach Viertel eins einem 15:16-Rückstand hinterherlaufen.

Was die 1050 Zuschauer in der schnuckeligen Sporthalle Stadtmitte zu sehen bekamen, war im zweiten Abschnitt mitunter schwere Kost. Punkte hatten Seltenheitswert, und zu allem Überfluss musste René Kindzeka aufgrund einer Oberschenkelprellung zwischenzeitlich raus. Selbstredend kehrte der Kämpfer schon bald wieder aufs Spielfeld zurück. Wo seine Towers langsam Mittel zu finden schienen: Ecken-Dreier und Fastbreaks – die Zonen-Verteidigung der Ritter war entlarvt. Dazu blieb der Gastgeber während eines 9:0-Spurts des Tabellenzweiten mehr als drei Minuten ohne Zähler, was in einer 37:29-Pausenführung von Taylors Truppe resultierte.

Das zuletzt auswärts häufig schwache dritte Viertel überstanden die Wilhelmsburger diesmal unbeschadet. Im Gegenteil: Sie bauten den Vorsprung sogar aus. Nach einem Beech-Dreier war es erstmals mucksmäuschenstill im Schwabenland, nur die gut zehn mitgereisten Towers-Fans bejubelten das 47:32 (25. Minute). Defensiv absolvierten die Towers ihr vermutlich stärkstes Viertel der Saison. 6:16 Minuten hielten sie die Hausherren punktlos und erzielten währenddessen selbst 14 Zähler bis zum 55:32 (27.). Nach 30 Minuten stand es 58:39.

Geschlagen gaben sich die Ritter jedoch noch lange nicht und zauberten prompt sechs unbeantwortete Punkte aufs Parkett. Und es dauerte keine drei Minuten, da war Kirchheim auf 52:62 herangekommen. Die Antwort servierte Barham aus seinem Signature-Ecken-Spot, der an beiden Enden des Courts überzeugende Walker legte direkt nach (68:54/34.). Nach Barhams Drei-Punkt-Spiel zum 76:58 (37.) merkte Taylors Schwiegervater, der ehemalige tschechische Nationalspieler Gerry Dietl, vom Spielfeldrand aus folgerichtig an: „It's over."

„Ich bin begeistert von diesem Auswärtssieg. Es ist uns gelungen, die Zonen-Verteidigung gut zu attackieren, und wir haben hervorragend verteidigt – und das an einem Ort, wo es alles andere als einfach ist zu gewinnen", sagte Taylor hocherfreut.

Ein weiterer Doppelspieltag steht den Towers nun bevor. Zunächst besucht Aufsteiger ROSTOCK SEAWOLVES am Freitag, 14. Dezember, um 19.30 Uhr die edel-optics.de Arena. Zwei Tage später, am Sonntag, 16. Dezember, um 17 Uhr gastieren die Hamburger zum Topduell bei den MLP Academics Heidelberg.

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