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Ersatzgeschwächte Luchse halten die 29:21-Niederlage in Metzingen in Grenzen

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Buchholz. Die Handball-Frauen vom HL Buchholz 08-Rosengarten haben ihre Auswärtspartie gegen den TuS Metzingen in der Öschhalle verloren. Sie unterlagen in einem sehr fairen Spiel zwar deutlich, aber ehrenvoll, mit 29:21. Die Metzingerinnen klettern durch den Erfolg auf den neunten Platz der aktuellen Bundesliga-Tabelle und verzeichnen mit 8:8 Zählern ein ausgeglichenes Punktekonto, während die Luchse mit 2:16 Punkten auf dem 14. Rang verbleiben. Beste Torschützin bei der Heimmannschaft war Nationalspielerin Marlene Zapf mit neun Toren, bei den Gästen zeichnete sich Kim Berndt mit sechs Toren aus.

Der Aderlass an nicht einsatzfähigen Spielerinnen traf Luchse-Trainer Dubravko Prelcec noch härter als erwartet, denn außer den langzeitverletzten Melissa Luschnat, Marthe Nicolai und Marleen Kadenbach konnten auch Julia Herbst, Evelyn Schulz und Louise Cronstedt nicht die Reise nach Baden-Württemberg antreten, so dass der Mannschaft lediglich zwei Feldspielerinnen zum Wechseln auf der Bank verblieben. So war auch die Taktik der HL Buchholz 08-Rosengarten in diesem Spiel klar, nämlich die Angriffe möglichst lange auszuspielen und in der Deckung das Konterspiel der Gasrgeber zu unterbinden. Den Torreigen eröffnete Fatos Kücükyildiz nach einer Minute, aber bis zur achten Spielminute hatte der haushohe Favorit die Partie auf 5:1 gedreht, so dass Dubravko Prelcec seine erste Auszeit nahm, um seine Mannschaft mit neuer Abwehrformation besser auf das blitzsaubere Konterspiel der Gastgeberinnen einzustellen.

Zwar verkürzte Sarah Lamp auf 2:5, doch in der Folgezeit konnten die Gäste bis zur 14. Minute eine Sieben-Tore-Führung der Gastgeber nicht verhindern. Es war schon ersichtlich, dass die Luchse in dieser Formation nicht eingespielt waren. Das zeigen auch die vielen technischen Fehler der Gäste, die aber großen Kampfgeist bewiesen und sich nicht entmutigen ließen. Trotz der Klasse des Gegners konnten die Spielerinnen der HL Buchholz 08-Rosengarten einen größeren Vorsprung der Heimmannschaft verhindern, als erneut Fatos Kücükyildz eine Sekunde vor Beendigung der ersten Halbzeit die 10:17 Verkürzung gelang. In den ersten Minuten der Partie waren die Luchse mit dem unglaublich schnellen und präzisen Spiel der "Tussies" überfordert und die 6-0-Abwehr fand überhaupt keinen Zugriff.

Die nach der ersten Auszeit auf 3-2-1 umgestellte Deckung kam langsam, aber stetig ins Spiel und war auch in der Rückwärtsbewegung deutlich schneller. Im Angriff hielten sich die Luchse-Spielerinnen an die Vorgaben ihres Trainers, aber etliche hochkarätige Chancen wurden von der starken Torhüterin Madita Kohorst vereitelt. Die Abschlüsse der Heimmannschaft waren so genau, dass sich Mareike Vogel im Tor der HL Buchholz 08-Rosengarten kaum eine Abwehrmöglichkeit bot, so dass der Vorsprung der Süddeutschen komfortabel blieb.

Im zweiten Abschnitt der Partie konnte man gespannt sein, ob die Luchse dem hohen Tempo Tribut zollen müssten oder ob das Team sich weiter steigern würde. Zunächst vergrößerten die Gastgeber durch Treffer von Anika Niederwieser und Bo van Wetering ihren Vorsprung auf neun Tore, aber der Kampfgeist der Luchse war ungebrochen und sie zeigten in der Folgezeit, dass sie auch erfolgreich kontern konnten. Dennoch gelang dem Favoriten bis zur 45. Minute durch die Dänin Silje Bröns Petersen der erste 10-Tore-Vorsprung zum Spielstand von 24:14, der aber im weiteren Verlauf des Spiels nicht mehr erhöht werden sollte, denn die gut agierende 3-2-Deckung zwang die zu Fehlern, die von den Gästen genutzt werden konnten. Es war schon überraschend, dass die Luchse trotz limitierter Wechselmöglichkeiten konditionell nicht einbrachen. Jede Spielerin kämpfte aufopferungsvoll und Mareike Vogel im Tor der Norddeutschen konnte sich mit ihren Paraden auszeichnen und wurde so zum sicheren Rückhalt ihrer Mannschaft. Der letzte Treffer der Begegnung konnte Kreisläuferin Svea Geist für sich verbuchen, als sie zum Endergebnis von 29:21 verkürzte.

Die Metzinger Frauen haben das Spiel gegen die Luchse verdient und ungefährdet gewonnen und den Grundstein dazu in den ersten 17 Minuten gelegt, als die nicht eingespielte Formation der Gäste dem Tempospiel des Favoriten nicht gewachsen war. Danach stand die Abwehr des Aufsteigers sicherer und überraschte auch mit etlichen Kontern den Gegner. Metzingens Trainerin Edina Rott wechselte auch die jungen Spielerinnen ihres Teams ein, aber was im Pokalspiel gegen die Kurpfalz Bären Ketsch noch so hervorragend geklappt hatte, griff nicht gegen die Luchse, da sie sich zu viele Fehler erlaubten.

„Nach dem Ausfall vieler Leistungsträgerinnen war für uns das Motto Schadensbegrenzung, und aufgrund der gezeigten Leistung bin ich stolz auf meine Mannschaft, die im Verlauf des Spiels unerschrocken und couragiert aufgetreten ist. Die Mädels haben die taktische Marschroute eingehalten, bis zur völligen Erschöpfung gekämpft und niemals aufgegeben. Ich hoffe beim wichtigen Spiel gegen Frisch Auf Göppingen mit meiner stärksten Mannschaft antreten zu können, um über mehr Alternativen zu verfügen. Aber trotz der Niederlage in Metzingen fahren wir mit einem guten Gefühl zurück in die Nordheide“, erläutert Dubravko Prelcec, der Trainer der HL Buchholz 08-Rosengarten den Auftritt seiner Mannschaft.

Keine Spielerin der Luchse hat enttäuscht, sondern alles gegeben wie zum Beispiel Natalie Axmann mit ihrem starken Auftritt in der Abwehr oder Kreisläuferin Svea Geist, die sich immer mehr gesteigert hat und auch mit fünf Treffern überzeugte. Matthias Steinkamp vom Trainer-Team der Luchse fasst seine Eindrücke noch einmal zusammen: „Wir können erhobenen Hauptes die lange Rückreise aus Metzingen nach Buchholz antreten. Mit viel Disziplin und langen Angriffen haben wir die letzten zwei Drittel ausgeglichen gestalten können. Auch unsere 3:2:1-Abwehr mit einer starken Mareike Vogel im Tor hielten Metzingen in der zweiten Halbzeit bei 12 Gegentoren. Nun gilt es, im letzten Spiel vor der EM-Pause gegen Frisch Auf Göppingen zu Hause siegreich zu sein, um auf einem Nichtabstiegsplatz in die fünfwöchige Pause zu gehen.“

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