Nach Unwetter: DRK betreut sehbehinderte Schüler über Nacht und stellt Bus für die Rückfahrt nach Marburg
Harburg/Wilhelmsburg. Das Harburger Rote Kreuz hat am Donnerstagabend eine Gruppe von elf sehbehinderten und blinden Schülern sowie zwei Begleitpersonen betreut, die nach den Zugausfällen aufgrund des starken Gewitters im Harburger Bahnhof gestrandet waren und am letzten Tag ihrer Klassenreise nicht zurück nach Marburg fahren konnten.
Die Gruppe hatte sich hilfesuchend an die Bundespolizei im Bahnhof gewandt, die das DRK alarmierte. Mitarbeiter des Harburger Roten Kreuzes betreuten die Schüler zunächst im Bahnhof und versorgten zwei erkrankte Schülerinnen medizinisch. Dann wurden sie mit DRK-Bussen in die bereits teilweise geräumte DRK-Flüchtlingsunterkunft im Karl-Arnold-Ring gebracht, wo eine Notunterbringung für die Nacht eingerichtet war. Dank des Ramadans war die Küche in der Unterkunft bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet, so dass die Schüler noch ein spätes Abendbrot erhalten konnten.
Da eine Rückreise mit der Bahn für die Gruppe erst am Freitagabend möglich wäre, werden die Schüler jetzt mit einem vom Harburger Roten Kreuz bereitgestellten Bus zurück nach Marburg gefahren. Nach Aussage der Lehrerin, die die Schüler begleitet, sei die Übernachtung in der DRK-Unterkunft ein großes Abenteuer, welches die Jugendlichen so bald nicht vergessen werden. Sie dankte den DRK-Mitarbeitern in der Erstaufnahme herzlich für ihre Unterstützung.