Miskatonic Theater: Harburgs Horror-Theater kehrt zurück
Harburg-Wilstorf. Das Horror-Theater Miskatonic Theater zieht zurück nach Harburg. Nach dem Exil in Altona aufgrund des Brandes in der Buxtehuder Straße (besser-im-blick berichtete), hat das Ensemble nun eine neue Spielstätte am Reeseberg 109 in Wilstorf gefunden – mit 50 bis 60 Plätzen und viel Raum für Kreativität. Aktuell ist es noch eine Produktions- und Lagerhalle, aber die Planungen für den Umbau sind in vollem Gange.
„Wir wollten von vornherein wieder nach Harburg zurück. Wir wollten ja gar nicht weg“, sagt Lars Henriks vom Miskatonic Theater. „In Harburg ist Platz für ein Theater, das jung gedacht ist.“ Dass Harburg für das Miskatonic Theater die richtige Heimat ist, zeigen auch die Zuschauerzahlen: In der ehemaligen Location in der Buxtehuder Straße kamen regelmäßig mehr Besucher als zuletzt in der Schanze. Viele Gäste reisen sogar aus dem Landkreis, aus Berlin oder weiter her an – Harburg sei für sie einfacher zu erreichen, sagt Henriks.
Im neuen Haus soll es nicht nur klassisches Theater geben. „Neben unseren Horrorproduktionen wollen wir außerhalb der Theatersaison auch Kino zeigen“, erklärt Henriks. Auch beim Sommer im Park will das Miskatonic Theater „Wir sind schon im Gespräch, wie wir Theater im Park umsetzen können“, verrät er.
Zur Finanzierung der Rückkehr startet das Ensemble ein Crowdfunding-Projekt auf der Website des Theaters. Doch einfach nur Geld sammeln möchte man nicht: „Bei uns gibt es immer einen Gegenwert“, sagt Henricks. Unterstützerinnen und Unterstützer können etwa Stuhlpatenschaften übernehmen, an einer exklusiven Premierenparty teilnehmen oder sogar ihren Namen in eine Horrorgeschichte schreiben lassen.
Die Eröffnung des Theaters ist für September geplant. Schon vorher soll es kleinere Veranstaltungen geben, mit denen das Team seine neue Nachbarschaft kennenlernen möchte. Der Reeseberg gilt mit seinen Cafés und Restaurants als lebendige Gegend – und könnte genau der richtige Ort für das Miskatonic Theater sein, das Horrorgeschichten mit einem Augenzwinkern und viel Leidenschaft erzählt.
„Harburg ist gut“, fasst Henriks zusammen. „Hier hat Kultur Platz – und hier wollen wir bleiben.“
