Atelier an der Elbe: Harburgs neue „Werkstatt für Form und Bild“ eingeweiht – 400 Euro für die Harburger Tafel
Harburg-Rönneburg. Feierliche Einweihung des „Ateliers an der Elbe“ in Rönneburg: Am Freitag feierten Stadtmaler Ralf Schwinge, Foto- und Videograf Kai Schwinge (beide aus Fleestedt) und Kunsthandwerker und Journalist Niels Kreller die Einweihung ihres „Atelier an der Elbe – Werkstatt für Form und Bild“ in der Kanzlerstraße 6 im Gebäude von Schüthe Druck. Rund 80 Gäste aus Familie, Freundeskreis, Politik und Kultur waren gekommen, um mit den dreien zu feiern. Darunter waren Harburgs Hafenbarde Werner Pfeifer, der Vorsitzende der Bezirksversammlung, Holger Böhm, und Schlagerstar Peter Sebastian.
Auch Harburgs Bezirksamtsleiter Christian Carstensen war erschienen. „In Harburg gibt es viele kulturelle Angebote vom Archäologischen Museum bis zur Kunst im öffentlichen Raum“, so Harburgs Bürgermeister. „Durch das Team Schwinge-Kreller lässt sich nun auch in Rönneburg Kunst entdecken. Das freut mich sehr und ich wünsche den drei kreativen Harburgern ab sofort viele neugierige Gäste und viel Erfolg.“
Die drei hatten gebeten, ihnen zur Einweihung nichts mitzubringen. „Wir haben hier viele tolle Kunstwerke – und wenn uns etwas fehlt, stellen wir es einfach her“, so die drei augenzwinkernd. Deshalb hatten die drei um Spenden für die Harburger Tafel gebeten. „Das ist eine so wichtige Institution hier in Harburg!“ 400 Euro kamen so zusammen. „Vielen Dank an alle Spender!“
Ralf Schwinge und Niels Kreller arbeiten seit rund eineinhalb Jahren zusammen. Als erstes Projekt entwickelten sie die Harburg Skulptur „Harburgensia“, die im vergangenen Jahr als Bürgerpreis verliehen wurde. Es folgten Harburg Medaillen mit verschiedenen Motiven. „Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Harburger Stadtparks haben wir in diesem ´Jahr zwei Medaillen kreiert“, berichtet Ralf Schwinge.
Als neueste Projekte haben die beiden Lichtbilder mit Harburg- und Hamburg-Motiven entwickelt. „Wir können aber jedes Bild in ein solches Lichtbild verwandeln“, so Niels Kreller. „Lichtbilder bzw. Lithophane sind eine hervorstechende Art, Bilder zu präsentieren: Ein 3D-Relief wird gedruckt und dadurch entsteht das Bild mit Tiefenwirkung. Es wird von hinten angestrahlt, wodurch es eine besondere Präsenz erhält, dass das Licht nicht wie bei einem normalen Bild reflektiert wird und dadurch an Intensität verliert, sondern direkt auf den Betrachter zukommt.“ Auch an den Hamburger Michel haben die beiden sich rangewagt und diesen als 3D-Lampe von innen beleuchtet hergestellt.
Außer den Bildern von Stadtmaler Schwinge hat Niels Kreller in seiner Hamburgischen Miniatur Manufaktur auch 3D-Kunsthandwerk wie handbemalte 3D-Büsten und Figuren für Modeleisenbahnen von Personen und Lasergravuren jeder Art im Angebot. Ralf Schwinge bietet in den Räumen Malkurse und Workshops.

Bei Gründung des Ateliers stieß noch Ralf Schwinges Bruder Kai dazu. Seine kunstvollen Fotografien und stilvollen Videos runden das Angebot des Ateliers an der Elbe ab. Er hat sich ein Fotostudio mit richtiger analoger Dunkelkammer im Atelier eingerichtet. Und so entstand aus der Tätigkeit aller drei der Beiname „Werkstatt für Form und Bild“. „Das vereint alles, was wir drei hier machen“, freuen die beiden Schwinges und Niels Kreller sich.
Zu trinken gab es unter anderem den neuen "Harburg Wein" in weiß und rot des Harburger Weinhändler Lars Girard. Das Etikett dafür wurde von Ralf Schwinge entworfen. Der Wein in der Harburg Info bei Harburg Marketing zu bekommen.
In Zukunft wollen die drei regelmäßig Events in ihrem Atelier veranstalten. „Mindestens, wenn wir etwas tolles Neues entwickelt haben.“ Aber auch sonst freuen sich die drei über interessierte Besucher. „Wir sind ein offenes Atelier.“
