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Ein musikalischer Leckerbissen für die Freunde der Boogie-Woogie-Klänge in der Eberthalle

| Niels Kreller | Life
Einige der Musiker der Harburger Blues- und Boogie-Night in der Heimfelder Friedrich-Ebert-Halle nach dem umjubelten Finale gegen Mitternacht. Links Niels von der Leyen. | Foto: ein
Einige der Musiker der Harburger Blues- und Boogie-Night in der Heimfelder Friedrich-Ebert-Halle nach dem umjubelten Finale gegen Mitternacht. Links Niels von der Leyen. | Foto: ein

Heimfeld. Damit hatten die mehr als 600 Besucher der Harburger Blues- und Boogie-Night in der Heimfelder Friedrich-Ebert-Halle wohl eher nicht gerechnet: Auf der Bühne stand nämlich - unangekündigt - auch ein junger Musiker mit einem bekannten Namen: Niels von der Leyen, ein Verwandter von Ursula von der Leyen, die seit dem 1. Dezember 2019 Präsidentin der Europäischen Kommission ist. Und der Großneffe des früheren Ministerpräsidenten Ernst Albrecht begeisterte das Publikum in der Eberthalle ebenso wie die Musiker, die einmal mehr für die Benefiz-Veranstaltung zugunsten der SOS-Kinderdörfer zugesagt hatten.

Niels von der Leyen gehört zur jungen Generation von Pianisten, die sich dem authentischen Boogie Woogie und Blues Piano widmen. Angefangen als Autodiktat, der aus seiner Leidenschaft zu dieser energiereichen und mitreißenden Jazz-Stilart eine Profession gemacht hat, ist er mittlerweile sowohl als Solo-Pianist, als auch mit seinen Bands „Niels von der Leyen Trio“ und „The Boogiesoulmates“ sowie mit den „Blues & Boogie Kings“ europaweit unterwegs. Er gehörte zu den großen Überraschungen der 13. Harburger Blues- und Boogie- Night.

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Niels von der Leyen war für Jörg Hegemann eingesprungen, der die Besucher eigentlich wieder am Boogie-Piano begeistern wollte, aber aus gesundheitlichen Gründen absagen musste. Völlig zu Recht kündigte Moderator Peter "Banjo" Meyer Niels von der Leyen in seiner humorigen Art als jemanden an, der weit mehr als ein "Ersatz"  für Hegemann war. Von der Leyen begeisterte sein Publikum in Heimfeld mit viel Power, Virtuosität und einer unglaublichen Hingabe.

Dan Popek, Senkrechtstarter in der deutschen Boogie-Woogie-Szene, ist erst 24 Jahre jung und schon ein Ausnahmetalent am Piano. Ebenso wie Niels von der Leyen zeigte er sein großes Können am Piano und verstand es zu dem, sein Publikum mit in seine Show einzubeziehen. Bereits 2014 und 2016 hatte er den begehrten Yamaha-Förderpreis für junge Talente erhalten. Allen die Show aber stahl wieder einmal der international erfolgreichste Boogie-Woogie-Pianist unserer Zeit, Axel Zwingenberger. In seiner unnachahmlichen Art, mit seiner Schnelligkeit und Präzision riss er nicht nur seine ureigenen Fans, sondern alle Besucher der Eberthalle geradezu mit.

Ebenfalls viel Applaus erhielt die Vaterfigur der Hamburger Blues-Szene, Abi Wallenstein. Abi Wallenstein ist in Hamburg und Norddeutschland, aber durchaus auch in anderen Gegenden Deutschlands ein alter Bekannter und doch ist jeder „Abi-Blues-Abend“ immer wieder ein großes musikaliisches Erkebnis. So auch am Freitag in der Heimfelder Friedrich-Ebert-Halle. Mit seiner rauchigen Bluesstimme, der Gitarre im Anschlag und seiner liebenswerten, familiären Art der Moderation zieht er die Zuhörer(innen) sofort in seinen Bann.

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Auch Crazy Hambones, ein Blues-Trio, begeistert nun schon seit 20 Jahren das Publikum mit beeindruckender Spielfreude. So auch am Freitag in der Eberthalle. Der Frontmann der Band ist Henry Heggen, der zu den besten Harp.Spielern Europas zählt. Blues Soul vom Feinsten präsentierte der Blues Vize-Weltmeister von 2013 und Gewinner des German Blues Awards 2011 und 2016, Michael van Merwyk, mit seiner Band.

Der in Harburg aufgewachsene Peter Knuth aus Wilstorf, der viele Jahre lang die ehemalige Mutter der Nation, die Schauspielerin Inge Meysel aus Bullenhausen, bis zu deren Tod betreut hatte, gehörte ebenso wie Harburgs Museumschef Prof. Rainer Maria Weiss zu den Konzertbesuchern. Beide waren ausgesprochen begeistert vom rund vierstündigen Programm, das erst gegen Mitternacht mit einem großen Finale aller Akteure auf der Bühne endete. 

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