Trauer um den ehemaligen HTB-Vorsitzenden Karl "Kalle" Schult
Harburg. Wenige Tage vor seinem 85. Geburtstag ist Karl Johann "Kalle" Schult, langjähriger Erster Vorsitzender des Harburger Turnerbunds (HTB), ehemaliger Schatzmeister des Hamburger Sport-Bunds (HSB) und langjähriger selbstständiger Handwerksmeister nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Um ihn trauern außer Tochter Catrin und Schwiegersohn Jörg Nolting seine Enkelkinder Pia (16) und Lea (13) aus Eißendorf sowie viele Mitglieder aus der Fußball- und Tennis-Abteilung des Harburger Turnerbunds, der Harburger Schützengilde sowie viele Harburger, die ihn im Laufe der Jahre kennen- und schätzen gelernt hatten.
1962 hatte sich Kalle Schult als frischgebackener 26-jähriger Klempnermeister in der Schanzenstraße in Hamburg selbstständig gemacht und dann bereits im November 1963 eine Filiale zunächst gemeinsam mit Klempnermeister Wilhelm Hafermann in der Meyerstraße in Heimfeld und kurz darauf an der Buxtehuder Straße in Harburg im Gebäude des früheren Harburger Unterelbe-Bahnhofs gegenüber dem Amtsgericht Harburg eröffnet. Karl Schult galt als ausgesprochen großzügiger Arbeitgeber, der viel Wert auf ein harmonisches Betriebsklima legte.
Er trat am 10. November 1958 in den HTB ein. Viele Jahre lang war er Spieler und Mannschaftskapitän in der 2. Herren-Mannschaft des HTB. Sein Team gewann den Heino-Gerstenberg-Pokal in den Jahren 1967 und 1969 und erreichte seinerzeit auch mehrfach Hamburger Meistertitel. Später war "Kalle" Schult Spieler der Altherren-Mannschaft und der Senioren-Elf. Von 1990 an war er HTB-Tennisspieler - bis ins hohe Alter hinein.
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Seine Karriere als ehrenamtlicher Funktionär: 1971 bis 1978 2. Vorsitzender der HTB-Fußballabteilung, vorher Obmann für „Untere Herren“, 1972 Gründungsmitglied der 5. Bundesvereinigung (BV) im HTB, 1972 - 1976 Beisitzer im HTB-Vorstand, 1976 - 1978 2. Vorsitzender, 1978 - 1987 1. Vorsitzender. In dieser Zeit (1979) erreichte "sein" HTB auch den bisherigen Höchststand der Mitgliederzahlen - nämlich 2.548 Aktive. Sein Interesse galt aber auch den anderen HTB-Abteilungen. So begleitete Kalle Schult die Formationstänzer des TTC Harburg im Jahr 1973 zu den Weltmeisterschaften in New York.
Darüber hinaus initiierte Kalle Schult in den Jahren von 1977 bis 1988 zwölf Benefiz-Veranstaltungen auf der Jahnhöhe. In der Zeit von 1988 bis 1998 fungierte Schult als Schatzmeister des Hamburger Sport-Bunds. Im Jahr 2004 folgte die Ernennung zum HTB-Ehrenmitglied und im gleichen Jahr die Ernennung zum Ehrenmeister des Harburger Handwerks. Im Jahr 2008 nahm er im Hamburger Rathaus die Senats-Medaille „Für treue Arbeit im Dienste des Volkes“ entgegen. Als der Hamburger SV noch in der 1. Bundesliga spielte, saß er oft auf der Tribüne im Hamburger Volksparkstadion. Bis zuletzt drückte er dem HSV immer noch beide Daumen für den Wiederaufstieg - meist am Fernsehschirm. In den 1980er- und 1990er-Jahren spannte er mit seiner damaligen und vor fast fünf Jahren gestorbenen Frau Lidwina oft auf Gran Canaria aus und schöpfte dort Kraft für seine vielen Aktivitäten in Harburg.