Weihnachtsbaum in Flammen: Ehepaar teils lebensgefährlich verletzt
Neu Wulmstorf. Ein brennender Weihnachtsbaum hat am gestrigen Mittwochabend zu einem Einsatz der Feuerwehr in der Bergstraße in Neu Wulmstorf geführt. Dabei wurden ein 87-jähriger Mann und seine Ehefrau (77 Jahre) teils lebensgefährlich verletzt.
Ein Spaziergänger waren gegen 20:45 Uhr auf das Feuer aufmerksam geworden: Sie hatten Rauch und Flammen aus dem Obergeschoss des Endreihenhauses bemerkt und der Mann hatte umgehend die Feuerwehr alarmiert. Dann klingelte er an der Haustür.
Als ihm niemand öffnete trat der Mann kurzentschlossen die Tür ein. Im Obergeschoss fand der Mann die beiden, die noch versucht hatten, das Feuer in ihrem Wohnzimmer selbst zu löschen. Der mutige Retter brachte die beiden hinaus ins Freie.
Die Freiwilligen Feuerwehren aus Neu Wulmstorf und Rübke war mit rund 30 Feuerwehrleuten im Einsatz und löschte das Feuer. Das Ehepaar wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Die Frau hatte durch das Feuer lebensbedrohliche Verletzungen erlitten.
Wie genau der Weihnachtsbaum Feuer gefangen hatte, ist noch unklar. Der Zentrale Kriminaldienst ermittelt. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 20.000 Euro.
Update 5. Januar 2022: Wie die Polizei mitteilte, besteht bei der Frau keine Lebensgefahr mehr. Die Ermittlungen haben gezeigt, dass der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer mit Wachskerzen bestückt war. Mögliche elektrische Zündquellen waren nicht zu erkennen. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die brennenden Wachskerzen den Baum in Brand gesetzt hatten. Eine Befragung der Bewohner steht noch aus.
Außerdem gibt die Polizei eine Ergänzung zum Hergang vornehmen:.„Der Spaziergänger, der die Flammen entdeckt hatte, alarmierte die Nachbarn, die den Notruf wählten. Anschließend trat er die Tür der Wohnung ein und brachte die schwer verletzte Frau aus dem Haus. Er und der Nachbar gingen dann zusammen in die Wohnung und fanden den Ehemann in einem Nebenzimmer. Sie brachten auch ihn ins Freie. Den beiden Männern ist es zu verdanken, dass die Bewohner gerettet und das Feuer sehr schnell gelöscht werden konnte“, so Polizeisprecher Jan Krüger. Diese Meldung habe in Gänze bei der Erstellung der ersten Meldung leider nicht vorgelegen.