Hans Leipelt: Gedenken an Wilhelmsburger Widerstandkämpfer der Weißen Rose
Harburg. Die Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ haben mit ihren Flugblättern gegen das Naziregime aufgeklärt. Die in der Hauptsache von Studenten um die Geschwister Hans und Sophie Scholl getragenen Gruppe hatte auch einen Zweig, der in Hamburg aktiv war. Mitglied dort war unter anderem Hans Leipelt, der im Wilhelmsburger Reiherstiegviertel wohnte und an der Universität Hamburg studierte.
Vor 77 Jahren, am 29. Januar 1945, wurde Hans Leipelt im Gefängnis München-Stadelheim mit dem Fallbeil hingerichtet, wie vor ihm die Geschwister Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Kurt Huber und Willi Graf. „Sie alle haben mit bewundernswertem Mut für die Menschenrechte gekämpft, die die demokratische Grundordnung der Bundesrepublik bilden, und ihren Widerstand gegen Unrecht und Gewalt mit dem Leben bezahlt. Für die Rechtsgrundlagen, die uns heute vor Willkür und Gewalt schützen, gibt es keine Bestandsgarantie. Sie müssen wachsam gehütet und mutig verteidigt werden, wenn sie ins Wanken geraten“, weiß Klaus Möller von der Initiative Gedenken in Harburg. „Der Aufruf der `Weißen Rose´ "Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit" hat nichts von seiner Aktualität verloren. Deshalb ist es wichtig, das Vermächtnis der Weißen Rose zu bewahren und sich zu vergewissern, was die Männer und Frauen dieser Widerstandsgruppe gesagt und getan haben."
Mitglieder der Weiße Rose Stiftung haben auch in diesem Jahr am 29. Januar an dem Massengrab, in dem Hans Leipelt und mehr als 40 weitere Hingerichtete auf dem Friedhof Perlacher Forst in München-Obergiesing vor 77 Jahren begraben wurden, einen Kranz niedergelegt und seiner gedacht.