Unfallfahrer flüchtet trotz Verletzung am Fuß – Beifahrer muss währenddessen wiederbelebt werden
Wilhelmsburg. Am Freitagabend verursachte ein 22-Jähriger einen Verkehrsunfall und flüchtete trotz seiner Verletzungen zu Fuß vom Unfallort. Sein Beifahrer wurde lebensgefährlich verletzt.
Nach derzeitigen Erkenntnissen befuhren der 22-Jährige und sein Beifahrer gegen 19:55 Uhr den Reiherstieg Hauptdeich in Richtung Bei der Wollkämmerei. Aufgrund mutmaßlich überhöhter Geschwindigkeit verlor der Mann in einer Linkskurve die Kontrolle über seinen VW Golf und stieß im weiteren Verlauf mit einem Verkehrszeichen, mehreren Stromverteilerkästen und einem Stromverteilerhäuschen zusammen. Anschließend durchfuhr er über mehrere Meter ein Buschwerk, kollidierte mit einem Lichtmast und blieb unmittelbar vor einem Baum stehen. Der Fahrer verließ nun trotz eigener und nicht unerheblicher Verletzungen sein Fahrzeug und flüchtete zu Fuß unerlaubt vom Unfallort.
Die alarmierten Einsatzkräfte konnten den Fahrer unweit des Unfallorts antreffen und vorläufig festnehmen. Nach der Erstversorgung durch eine Rettungswagenbesatzung wurde der Mann in ein Krankenhaus transportiert und stationär aufgenommen.
Sein Beifahrer war beim Eintreffen der Rettungskräfte der Feuerwehr aufgrund seiner offensichtlich lebensgefährlichen Verletzungen nicht ansprechbar und klemmte im Fahrzeug. Nachdem sie ihn aus dem Autowrack befreit hatten, wurde der 39-Jährige erfolgreich reanimiert und umgehend durch eine Rettungswagenbesatzung unter notärztlicher Begleitung in ein Krankenhaus transportiert. Lebensgefahr besteht nicht mehr.
Die Spezialisten des Verkehrsunfalldienst Süd übernahmen am Abend die Unfallaufnahme. Im Verlauf der Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass der VW-Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln sein Auto geführt hatte. Daraufhin ordneten die Beamten eine Blutprobenentnahme an. Zur weiteren Unfallrekonstruktion wurde ein Sachverständiger hinzugezogen und der VW sichergestellt.