René Plüquett aus Ochtmannsbruch ist neuer Hollenstedter Schützenkönig
Hollenstedt. Die lange "Durststrecke" ohne einen Schützenkönig ist auch in Hollenstedt vorbei. Die Hollenstedter Schützen haben lange darauf hingefiebert und hingearbeitet. Das Dorf wurde geschmückt, der Schützenplatz wurde liebevoll zurecht gemacht, die Schützenjoppen sind frisch aus der Reinigung gekommen und der Spielmannszug brachte seine Instrumente in Schuss.
Zum Auftakt trafen sich die Schützen bei Thayabalasingam Sittampalam am Hollenstedter Tor. Von dort aus wurde der Schützenzug nach der Begrüßung durch den Vereins-Präsidenten Claus-Wilhelm Ritscher und dem obligatorischen Kanonenschuss zur Eröffnung des Schützenfestes die Vereinsfahnen beim Gemeinde-Rathaus eingeholt, um danach die geladenen Gäste und Hollenstedter Würdenträger abzuholen. Am Kriegerdenkmal wurde im Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege ein Kranz niedergelegt. Abends fand im Schützenzelt der „Kommers“ statt. Einen „Großen Zapfenstreich“ gab es in diesem Jahr in Ermangelung eines Schützenkönigs nicht.
Es folgte der Tag der Jungschützen. Abends wurden die neuen Würdenträger im Schützenzelt proklamiert und danach begann die große Zeltdisco. Der dritte Schützenfesttag war wieder den Kindern gewidmet. Die Schützen traten am Hollenstedter Tor an und nach einem Ummarsch durch den Ort, bei dem traditionell die Apotheke und das Altersheim besucht wurden, wurden die Kinder „Am Markt“ abholt. An diesem Tag war der Zug besonders lang, da nicht nur viele Kinder und Eltern mitmarschierten, sondern insgesamt zwei Spielmannszüge und die Hollenstedter Blasmusik für die musikalische Begleitung des Ummarsches sorgten.
Für die Kinder gab es auf dem Proklamationsplatz außer vielen Spielen die Möglichkeit, sich mit den anderen im Wettkampf um die Würde der Prinzessin/des Prinzen und der Kinderkönigin/des Kinderkönigs zu messen. Für die erwachsenen Nichtschützen gab es zudem die Möglichkeit, am Wettbewerb um den Bürgerkönig teilzunehmen.
Am Schützenfest-Montag war es endlich soweit: Der Rumpf des Vogels fiel zu Boden und der glückliche Schütze jubelte über seinen goldenen Schuss. René Plüquett aus Ochtmannsbruch setzte sich gegen seine Mitbewerber durch und war sichtlich erleichtert nach insgesamt mehr als 700 Schüssen den Vogel erlegt zu haben. Wie in Hollenstedt üblich, wurde der Glückliche auf den Schultern aus dem Schießstand nach oben in die Schützenhalle an den Tresen getragen, um sich seinem Schützenvolk das erste Mal als König zu präsentieren. Dabei richtete René Plüquett seine ersten Worte an sein Volk. Zu seinen Adjutanten hat er Marc Strube, René Wiewicke und Horst Jaite gewählt.