Geldautomaten manipuliert: Polizei fasst mutmaßlichen "Cash-Trapping"-Kriminellen
Harburg/Neugraben. Gestern nahmen Zivilfahnder des Polizeikommissariats 46 einen 39-jährigen Mann vorläufig fest. Er wird verdächtigt, Geldautomaten in Harburg und Neugraben-Fischbek so manipuliert zu haben, dass die Kunden dort um ihr abgehobenes Geld gebracht wurden. Cash-Trapping nennt man diese Form des Diebstahls.
Die betreffende Bank hatte der Polizei gestern Abend den Hinweis auf die mutmaßlichen Manipulationen gegeben. Daraufhin legten sich Beamte im Umfeld der Bankfilialen auf die Lauer und wurden nahe der Harburger Filiale auf den 39-Jährigen aufmerksam, der sich verdächtig verhielt. Der Mann wurde vorläufig festgenommen.
Bei der Überprüfung der von dem Geldinstitut gemeldeten Automaten stellten die Polizisten tatsächlich jeweils eine unrechtmäßig angebrachte Plastikschiene sicher, hinter der jeweils mehrere hundert Euro Scheingeld unsichtbar im Ausgabeschacht hängengeblieben war. Auch dieses wurde sichergestellt. Bei einer anschließenden Durchsuchung des von dem Verdächtigen genutzten Hotelzimmers in St. Pauli fanden die Beamten eine weitere, identische Plastikschiene.
Beamte des Kriminaldauerdienstes übernahmen noch gestern Abend die ersten Ermittlungen und führten den 39-Jährigen einem Haftrichter zu. Die weiteren Ermittlungen werden beim örtlich zuständigen Landeskriminalamt 181 geführt und dauern an. Insbesondere wird geprüft, ob der Tatverdächtige auch für weitere, gleichgelagerte Taten im Bundesgebiet verantwortlich sein könnte.
