Gymnasium Meckelfeld setzt Zeichen gegen Rassismus
Seevetal-Meckelfeld. Das Gymnasium Meckelfeld ist nun Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Besonders bemerkenswert: Die Initiative ging von den Schülerinnen und Schülern selbst aus. Unterstützt von Schulleiter Olaf Lakämper organisierte die Schülerschaft eine Abstimmung, bei der über 70 Prozent der Schulmitglieder für den Beitritt stimmten. Auch eine Patin wurde gefunden – Seevetals Bürgermeisterin Emily Weede.
Bei einer Feierstunde überreichte Melanie Stamer vom Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung die offizielle Urkunde. „Zwar können wir das Weltgeschehen meist nicht beeinflussen, aber wie wir im Kleinen miteinander umgehen, das haben wir in der Hand. Ihr seid die Zukunft, auf euch kommt es an“, ermutigte Joseph Nießen, Erster Kreisrat des Landkreises Harburg, die Jugendlichen. Bürgermeisterin Weede betonte ihre Unterstützung für das Projekt.
Mit dem Beitritt verpflichtet sich das Gymnasium, regelmäßig Projekte gegen Rassismus und für Toleranz umzusetzen. „Wir treffen uns regelmäßig hier im Gymnasium und planen zum Beispiel Workshops", berichtete Mitinitiatorin Ilvy Schittek aus der 11. Klasse.
Begleitend wurde die Ausstellung „Zeitenwende 45 – Aufbruch in ein neues Europa“ eröffnet, bereitgestellt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Ein Vortrag des stellvertretenden Gemeindearchivars Dr. Jörn Lindner erinnerte an die NS-Vergangenheit in Meckelfeld und kündigte die Verlegung von Stolpersteinen für zwei lokale NS-Opfer an.
Schulleiter Lakämper zeigte sich stolz auf die Initiative der Jugendlichen: „Zeitzeugen der Nazi-Herrschaft gibt es bald nicht mehr – Menschen, die aus erster Hand berichten können, wie furchtbar Krieg und Gewaltherrschaft sind. Es ist so wichtig, dass die nachfolgenden Generationen weiter für Menschenrechte einstehen. Dass dies hier auf Intiative von Schülerinnen und Schülern geschieht, ist großartig.“
