„Stammtisch zur Förderung der Passagierschifffahrt auf dem Seevekanal“ feiert 70-jähriges Bestehen
Harburg. “Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen!” Das ist das Motto des “Stammtisch zur Förderung der Passagierschifffahrt auf dem Seevekanal”, der am 5. Mai seinen 70. Geburtstag hatte. Aber Moment einmal – Passagierschifffahrt auf dem Seevekanal? Wie soll das gehen, wie kommt man darauf und vor allem: Sehr erfolgreich scheint der Stammtisch in den vergangenen 70 Jahren nicht gewesen zu sein. Immerhin ist noch kein einziges Passagierschiff jemals nachgewiesener Maßen auf dem Seevekanal unterwegs gewesen.
„Der eigenartige Name kommt wohl so zustande, dass die beiden Gründer des Stammtisches, H. G. Ritter und Otto Richters, zwei lustige „Vögel“ waren“, erklären die Mitglieder. „Sie wollten etwas Komisches und Unverwechselbares schaffen, wohl wissend, dass es nie und nimmer eine Passagierschifffahrt auf dem Seevekanal geben wird. Also alles nicht so ernst gemeint.“ Er ist, wie man so schön sagt, eine Harburgensie.
Aus Anlass des Jubiläums trafen sich die Mitglieder am 18. Juni, um den Tag würdig zu begehen. Gestartet wurde mit einem leckeren Frühstück im Privathotel Lindtner in Heimfeld. Dort begrüßte die Chefin Heida Lindtner persönlich die Mitglieder. Ihr liegt der Stammtisch am Herzen. “Es braucht neue Mitglieder, um ihn aufrechtzuerhalten", sagt sie.
Anschließend brachen die Mitglieder auf, um im Hansa Hafen vor dem Deutschen Hafenmuseum die frisch restaurierte Peking zu besuchen. Das Museum selbst stand im Anschluss auf dem Programm und anschließend ging es von der Argentinienbrücke mit einem HADAG-Schiff weiter zu den Landungsbrücken zum Kaffeetrinken, bevor der Tag bei einem festlichen Dinner im Fischereirestaurant beschlossen wurde.
Der “Stammtisch zur Förderung der Passagierschifffahrt auf dem Seevekanal” wurde 1955 ins Leben gerufen. Erster Präsident war H.G. Ritter. Das besondere des Stammtisches: Außer dem Präsidenten, aktuell Dr. Eckhard Donner, gibt es nur eine weitere Person, die Befugnisse hat. Die anderen sind “Räte”, die schlicht nichts zu sagen haben. Ihren Stammtisch haben sie im Privathotel Lindtner. Dort treffen sich die Mitglieder, die aus Ärzten, Anwälten, Notaren, Architekten, Unternehmern und leitenden Angestellten bestehen.
Einmal im Jahr unternimmt der Stammtisch auch eine Reise. “Reiseziele waren schon Litauen, Estland, Lettland, Danzig, Prag, Barcelona oder Madrid”, berichtet Eckhard Donner.
Die MItglieder des Stammtisches treffen sich jeden Montag von 18 bis 20 Uhr im Privathotel Lindtner in Heimfeld.
