Großrazzia gegen HSV-Hools: 19 Durchsuchungen wegen Angriff auf Kölner Fans
Harburg-Eißendorf-Wilstorf/Hollenstedt/Egestorf. Am frühen Montagmorgen, 28. Juli 2025, hat das Landeskriminalamt Hamburg eine großangelegte Durchsuchungsaktion gegen mutmaßlich gewaltbereite Fußballfans des Hamburger SV durchgeführt. Insgesamt 19 Wohnungen in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden zeitgleich ab 6:00 Uhr durchsucht. Darunter waren auch eine Wohnung in Harburg-Mitte, eine in Eißendorf, zwei in Wilstorf, und je eine in Hollenstedt und Egestorf. Hintergrund ist ein Angriff auf feiernde Fans des 1. FC Köln im Januar dieses Jahres.
Die Ermittlungen richten sich gegen 22 Männer im Alter zwischen 19 und 36 Jahren, die dem HSV-Fanlager zugerechnet werden. Laut Polizei besteht gegen sie der Verdacht des schweren Landfriedensbruchs und der gefährlichen Körperverletzung. Bei den Beschuldigten handelt es sich überwiegend um deutsche Staatsangehörige, lediglich einer stammt aus der Ukraine.
Bereits im Vorfeld der heutigen Maßnahme hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg beim Amtsgericht Durchsuchungsbeschlüsse für 18 der Verdächtigen erwirkt. Bei den Razzien wurden diverse Beweismittel sichergestellt, deren Auswertung nun bevorsteht.
Die Verdächtigen sollen im Januar in St. Pauli eine Gruppe Kölner Fußballfans angegriffen haben, die den Auswärtssieg ihres Teams feierten.
Da gegen keinen der Männer ein Haftgrund vorlag, wurden alle nach Abschluss der Maßnahmen entlassen. Das LKA hat jedoch bereits Stadionverbote für die Tatverdächtigen angeregt. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an – insbesondere zur Identifizierung weiterer Beteiligter an der Attacke.
