Jugendbande überfällt Jugendliche auf Altem Harburger Friedhof – Polizei nimmt sechs Tatverdächtige fest
Harburg. Ein Großeinsatz der Polizei hat am Montagabend für Aufsehen in der Harburger Innenstadt und rund um das Phoenix-Viertel gesorgt. Gleich zwei Vorfälle hielten die Einsatzkräfte in Atem.
Zunächst mussten schwerbewaffnete Polizisten ein Wohnhaus in der Eddelbüttelstraße gegenüber dem Cinemaxx am Harburger Ring umstellen. Dort hatte sich ein Mann versehentlich mit einer Schreckschusspistole selbst am Kopf verletzt. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Während sich die Lage am Harburger Ring gerade beruhigte, erreichte die Polizei ein weiterer Notruf: Auf dem alten Harburger Friedhof in der Bremer Straße war es zu einem Straßenraub gekommen. Eine größere Gruppe Jugendlicher hatte dort Gleichaltrige bedroht, die auf einer Parkbank saßen. Dabei setzten die Angreifer ein Messer ein und forderten die Herausgabe von Wertgegenständen. In einer Rangelei fiel eine Umhängetasche zu Boden, die die Täter an sich nahmen. Dem 16-jährigen Opfer gelang die Flucht. Er sprach eine Passantin an, die sofort die Polizei alarmierte.
Die Einsatzkräfte aus dem Harburger Ring verlagerten ihren Schwerpunkt daraufhin ins Phoenix-Viertel. Im Zuge einer Sofortfahndung nahmen sie insgesamt sechs Tatverdächtige fest – der älteste von ihnen ist gerade einmal 17 Jahre alt. Zwei Jugendliche wurden in der Kalischer Straße gestellt, drei weitere an der Ecke Bremer Straße/Krummholzberg. Zeugen identifizierten die mutmaßlichen Täter eindeutig. Bei ihnen fanden die Beamten ein Klappmesser sowie Teile der Beute, darunter Bargeld, ein Handy und die Umhängetasche.
Die Festgenommenen wurden zum Polizeirevier Harburg gebracht und nach Abschluss der Maßnahmen an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. Gegen sie läuft nun ein Strafverfahren wegen Raubes.
