Feierliche Verabschiedung: Kreisbrandmeister a.D. Bellmann und Jonny Anders geehrt
Seevetal-Hittfeld. In der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Hittfeld wurden am Freitag Kreisbrandmeister a.D. Volker Bellmann und der stellvertretende Abschnittsleiter „Heide“, Jonny Anders, feierlich verabschiedet. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Feuerwehren sowie Familien und Freunde würdigten das jahrzehntelange Engagement der beiden Führungskräfte.
Für eine besondere Überraschung sorgte die Kreisfeuerwehrbereitschaft: In einer Fahrzeugkolonne mit Einsatzwagen aller Fachzüge wurden Bellmann und Anders von Maschen nach Hittfeld begleitet. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Blasorchester der Feuerwehr Roydorf.
Vize-Kreisbrandmeister Sven Wolkau blickte auf die Laufbahnen zurück: Bellmann war seit 2004 Leiter des Brandabschnitts „Elbe“ und übernahm 2015 das Amt des Kreisbrandmeisters. Über 3.500 dienstliche Termine und 380 Einsätze prägten seine Amtszeit. Anders führte lange die Feuerwehr Tostedt, bevor er 2015 zum stellvertretenden Abschnittsleiter „Heide“ gewählt wurde.
Landrat Rainer Rempe lobte Bellmanns Kompetenz und Diplomatie. In seine Amtszeit fielen bedeutende Projekte wie der Neubau der FTZ, die Einrichtung der Psychosozialen Notfallversorgung und die Impfaktionen während der Corona-Pandemie. Großeinsätze wie das Elbe-Hochwasser 2013 oder die Flut im Heidekreis 2023 hätten seine Arbeit geprägt. „Sie beide haben unfassbar viel Zeit in ihr Ehrenamt investiert, damit sich die Menschen im Landkreis Harburg jederzeit auf ihre Feuerwehren verlassen können“, betonte Rempe.
Auch Regierungsbrandmeister Uwe Quante würdigte das Engagement und verlieh Bellmann das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold – die höchste Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbands. Kreisbrandmeister Jörn Petersen hob hervor: „Ihr habt euch immer aktiv eingebracht und auch unbequeme Themen offen angesprochen, wenn es nötig war.“
Zum Abschied dankten beide ihren Familien für den Rückhalt. Bellmann bilanzierte: „Es war mir eine Ehre, die Stimme und das Gesicht der Feuerwehren im Landkreis Harburg gewesen zu sein.“
